„Die Volkssolidarität wird in diesem Jahr 75 Jahre alt“, sagt Klaus Benke aus Bad Belzig und holt einen großen Pappkarton aus seinem Auto. Der Inhalt des Kartons ist für die Bewohner des Seniorenwohnparks in der Hans-Marchwitza-Straße bestimmt. „Eigentlich lässt man sich zum Geburtstag ja etwas schenken. Aber wir machen es anders herum“, so Klaus Benke weiter.

75 Paar Wollsocken

Es ist also ein Geburtstagsgeschenk der besonderen Art, dass der Bad Belziger stellvertretend für die Handarbeitsgruppe der Volkssolidarität - an der Spitze steht Benkes Ehefrau Karola -  im Seniorenwohnpark überbringt. Konkret handelt es sich dabei um 75 Paar Wollsocken, die teils gestiftet, teils von den Frauen der Handarbeitsgruppe selbst gestrickt wurden. „Der Karton ist so zusammengestellt, dass es an keiner Größe mangelt“, betont Klaus Benke. Damit hat die Gruppe - deren Herz unter dem Motto „Miteinander - Füreinander“ für die Volkssolidarität schlägt - abermals mit einer besonderen Aktion auf sich aufmerksam gemacht.

Wegen Pandemie kein Verkauf von Strickwaren

„Zum 70. Geburtstag 2015 hatten wir einen 70 Meter langen Schal gestrickt. Den Schal der Vielfalt“, erinnert sich der Kurstädter. In diesem Jahr, wo infolge der Corona-Pandemie nicht ins gewohnten Bahnen lief, machten sich die Eheleute schon frühzeitig darüber Gedanken, welchen Beitrag die Gruppe zum Geburtstag der Volkssolidarität leisten kann. Da infolge der Pandemie in den zurückliegenden Monaten keinerlei Feste und Veranstaltungen stattfanden und die Handarbeitsgruppe so auch keine Gelegenheit hatte ihre Strickwaren zu verkaufen, kam ihnen die Idee, 75 Paar Socken zu verschenken. Schnell stand fest, dass die Bewohner des Seniorenwohnparks von der Aktion profitieren sollen.

Schutzmasken genäht

Nachdem Karola und Klaus Benke den Kontakt zum Wohnpark geknüpft hatten, wurden die Strickstrümpfe nunmehr schon übergeben. Die Freude war riesig - ist die Aktion doch weit mehr als nur eine kleine Geste.
Derweil stricken die Damen um Klaus und Karola Benke emsig weiter. So, wie sie es immer getan haben. Zwischenzeitlich legten einige von ihnen die Stricknadeln jedoch zur Seite. „Wir haben im Frühjahr über 1000 Mund-Nasen-Schutzmasken genäht“, berichtet Klaus Benke, der als einziger Mann in der Gruppe sehr stolz auf die engagierten Frauen ist. Die Masken wurden teils gespendet, teils verkauft.

Neue Winterjacken für Kinder der Tafel

Zwischenzeitlich sind aber alle wieder mit den Handarbeiten beschäftigt. Sie stricken Jacken, Mützen, Schals und mehr. Hoffend darauf, dass bald wieder eine Verkaufsaktion für den guten Zweck stattfinden kann. Auch am Vorhaben - Kinder, die über die Bad Belziger Tafel versorgt werden mit neuen Winterjacken einzukleiden - hält die Gruppe fest. „Wie in den vergangenen Jahren werden die Kinder vor Weihnachten neue Jacken von uns erhalten“, verspricht Klaus Benke.