Der Frühling lässt grüßen und lädt zu ausgedehnten Wanderungen ein. Doch was Naturliebhaber dabei so manches Mal in Wald und Flur entdecken, sorgt für Unverständnis. So erging es unlängst auch einem BRAWO-Leser, der sich zu einer kleinen Wanderung von Weitzgrund nach Klein Briesen aufmachte. Der Naturfreund, Jäger und pensionierte Tiermediziner glaubte seinen Augen nicht zu trauen, als er eine kleine Freifläche passierte - die mit einer Jagdkanzel versehen ist - und auf der drei bis fünf Tonnen gewaschener Mohrrüben abgekippt worden waren. „Da keine Notzeit für das Wild bestand, ist diese Ablagerung als Fütterung nicht erlaubt. Als Lockfütterung für Schwarzwild ist die Kirrung in solchem Ausmaß für Schwarzwild ebenfalls verboten", erklärt der BRAWO-Leser seine Beobachtung vom 28. Februar.

Warum wurden die Möhren nicht gespendet?

Am 9. März lief er die Strecke von Weitzgrund nach Klein Briesen noch einmal - und passierte die eingangs genannte Freifläche. Die Möhren waren mittlerweile angefressen und matschig. „Nach wenigen Wochen sind die Rüben völlig verfault und als Wildnahrung nicht geeignet", so der Naturfreund und fragt sich, warum die Verursacher eine solche Futtermenge nicht einem Tierheim, Gnadenhof oder Zirkus zur Verfügung gestellt haben. „Diese hätten die Mohrrüben sicher gut gebrauchen können. Als Entsorgungsort ist der Wald jedenfalls denkbar ungeeignet. Vielleicht macht sich der Entsorger darüber mal Gedanken", so der aufmerksame BraWo-Leser, der sich zugleich fragt: „Wem gehören die Mohrrüben?"