Knapp 30 liebevoll gestaltete Weihnachtssterne - mit lustigen Wollbommeln - schmücken den kleinen Mützdorfer Weihnachtsbaum vor der Dorfkirche.
„Jeder einzelne Stern ist individuell gestaltet“, freuen sich Maria Petzold und Nicole Bürgermeister. Mit ihren Töchtern Wilhelmine und Hilde sowie Luisa und Milena haben die beiden Muttis den Mützdorfer Sternenbaum verwirklicht, der seit dem dritten Advent Weihnachtsfreude schenkt.

Mädchen werden kreativ

Doch der Reihe nach: Wilhelmine und Luisa sind Freundinnen. Bedingt durch die Corona Pandemie konnten sie in den vergangenen Wochen nicht wie gewohnt ausgelassen zusammen spielen. Irgendwann haben die Mädchen dann auch erfahren, dass der traditionelle kleine Mützdorfer Adventsmarkt bedingt durch das Geschehen ausfallen muss. Damit beim Spaziergang durch das Dorf dennoch an das beliebte Treffen im Advent erinnert werden kann und Kinderaugen strahlen, hatten die beiden Muttis eine fantastische Idee.

Weihnachtssterne an die Haushalte verteilt

Sie setzten sich mit den vierjährigen Mädchen an einen Tisch und bastelten Weihnachtssterne. Zusammen mit einem kleinen Handzettel wurden die Papiersterne danach an jeden Haushalt im Dorf verteilt. Mit der Bitte, die vorgefertigten Sterne individuell zu gestalten und danach bei den Initiatoren wieder abzugeben.
„Wir hatten mit knapp 30 Sternen einen hohen Rücklauf“, berichten die beiden Muttis. Sie erzählen, dass die Mützdorfer die Papiersterne der Kinder mit Rezepten für die Plätzchenbäckerei, für Glühwein und Kinderpunsch, mit Weihnachtsgedichten, Weihnachtsrätseln und natürlich Malereien verschönten. Nach dem Rücklauf derselben wurde die Sterne laminiert um sie vor Wind und Wetter zu schützen.

Sterne und Wollbommeln schmücken den Baum

Kürzlich war es dann soweit. In kleiner Runde konnte das von einem Mützdorfer Einwohner gespendete und von den Vätern der Kinder und Ortsvorsteher Ralf Lorenz aufgestellte Weihnachtsbäumchen geschmückt werden. Zusammen mit den Wollbommeln - die die Kinder in vergangenen Jahren während des Adventsmarktes bastelten - strahlen die Weihnachtssterne jetzt im Lichterglanz.
„Weihnachten wird in diesem Jahr für uns alle anders als sonst. Aber man kann auch  Weihnachtsfreude verschenken, ohne dass man sich sehen kann“, sagt Maria Petzold und lädt die Einwohner des Dorfes ein, bei einem Spaziergang durch das Dorf am Baum vorbeizuschauen, die Sterne anzusehen und in Gedanken beieinander zu sein.

Markenzeichen Wollbommel

Und die Wollbommeln, die Ortsvorsteher Ralf Lorenz jeweils aufbewahrt, erzählen bei der Gelegenheit - still und leise - auch ihre Geschichte. „Sie sind so etwas wie unser Markenzeichen. Die Bommeln sind die Weihnachtsbaumkugeln, die Jahr für Jahr an den Baum kommen“, erklärt Maria Petzold.
Der von Mützdorfern für Mützdorfer festlich geschmückte Weihnachtsbaum vor der Kirche leuchtet jetzt allabendlich mit dem großen Lichterbaum auf dem Dorfanger um die Wette. Er ist ein großartiges Beispiel für ein kreatives Miteinander in schwieriger Zeit. Jeder kann dort innehalten und ist über die Sterne seiner Nachbarschaft - mit der er in der Adventszeit sonst beisammen gesessen hätte - ein klein wenig näher.