Was macht die Corona-Pandemie mit den Menschen? Dass die über viele Monate einzuhaltenden Corona-Maßnahmen mit Lockdown und durchgehenden AHA-Regeln (Abstand halten, Hygiene beachten, im Alltag Maske tragen) nicht spurlos an den Menschen vorüber gehen, ist verständlich. Martin Gronwald, Außenstellenleiter des Weißen Rings für den Landkreis Potsdam-Mittelmark, berichtet aus dem vergangenen Jahr.

Zahl Hilfesuchender hat sich nicht wesentlich geändert

„Die Situation ist seit einem Jahr eine völlig andere als sonst. Beratungsgespräche finden überwiegend telefonisch statt, Hilfen und Unterstützungsmaßnahmen erfolgen meist über den Postweg“, so Gronwald. „Wir konnten wieder viele Menschen im Landkreis mit Rat und Tat nach traumatischen Situationen unterstützen.“ Die Zahl derer, die sich hilfesuchend an den Weißen Ring gewandt haben, hat sich nach Aussage Gronwalds nicht wesentlich geändert. „Die Zahl derer, die wir 2020 im Landkreis betreut haben, sind zahlenmäßig fast stabil geblieben. Auch die Zahlen im Bereich der häuslichen Gewalt sind in der Pandemie nicht explodiert. Natürlich wenden sich nicht alle Betroffenen an den Weißen Ring. Zudem gibt es ein sehr großes Dunkelfeld bei diesen Straftaten.“

Schwedt / Guben

Hass und Hetze - Tag der Kriminalitätsopfer am 22. März

Am 22. März wird der Weiße Ring zum Tag der Kriminalitätsopfer über ein besonderes Thema in den Medien informieren. Hass und Hetze spalten nicht nur die Gesellschaft – sie münden immer häufiger auch in schwerwiegenden Gewalttaten bis hin zu Mord. „Deswegen ist es dringend erforderlich, in allen gesellschaftlichen Bereichen frühzeitig gegen Hass, Hetze und Gewalt aufzustehen, Zivilcourage zu zeigen und über Themen wie Hass und Hetze aufzuklären und zu sensibilisieren. Denn Kriminalprävention ist der beste Opferschutz.“ Informationen zum Thema finden sich unter unter www.weisser-ring.de, auch Kontaktdaten für Ratsuchende.