31 Interessierte, von denen 26 im Jagdverband Belzig organisiert sind, machten sich am Sonnabend zum diesjährigen „Nadelschießen“ nach Bad Belzig auf. „Der neue Schießplatz bietet hervorragende Bedingungen dafür“, so Frank Müller, der Vorsitzende des einladenden Jagdverbandes.
Bevor es mit der von ihm ausgehändigten so genannten Schießkarte -  in der die Ergebnisse des „Nadelschießens“ einzutragen waren - an den Schießstand ging, musste jeder Teilnehmer in einer Anwesenheitsliste seine Kontaktdaten angeben. Die aktuellen Sicherheitsvorkehrungen zur Corona-Pandemie sind schließlich auch auf der Sportstätte der Bad Belziger Schützen am Rand der Stadt einzuhalten.

Wettkampfangebot an alle Jäger

Der Jagdverband Belzig war mit seinem „Nadelschießen“ zum zweiten mal dort zu Gast.
Müller erklärt, dass dieser Trainingswettkampf eigentlich schon im Frühjahr stattfinden sollte, aufgrund der Pandemie jedoch verschoben werden musste.
Weiter erläutert er, dass sich das jährlich stattfindende Angebot nicht nur an die mehr als 300 im Verband organisierten Jäger richtet, sondern auch an Nichtmitglieder.
Schließlich gehe es beim „Nadelschießen“ nicht nur um das Können der Schützen. Vielmehr hat jeder Weidmann im Rahmen des Trainingsschießens auf dem Schießplatz auch Gelegenheit, seine Waffen zu überprüfen. Eine Teilnahme ist im Land Brandenburg jedoch keine Pflicht. Dennoch wird in den Jagdverbänden wie dem hiesigen immer wieder intensiv für die Teilnahme am Schießtraining geworben.

Geschossen wird in verschiedenen Kategorien

Geschossen wird dabei aber nicht auf lebende Tiere. Hinter der, den Laien leicht in die Irre führenden Bezeichnung „Nadelschießen“, verbirgt sich das schießen auf Pappscheiben mit Bildern verschiedener Tierarten. Namensgebend für das Trainingsschießen war vielmehr die Anstecknadel, die bei erfolgreicher Teilnahme ausgegeben wird.
Wer sich am Sonnabend dem Nadelschießen in der Kategorie „Büchse“ stellte, hatte also „stehend angestrichen“ (angelehnt an einen Birkenstamm) jeweils fünf Schuss auf einen „stehenden Bock“ und auf einen „flüchtenden Überläufer“ - in 100 Metern Entfernung - abzugeben. Wer dabei mindestens 60 von 100 möglichen Treffern erzielte, ging mit einer „Schießnadel“ am Revers nach Hause. Als das „Nadelschießen“ am Sonnabend auf dem Schießplatz in Bad Belzig endete, konnte Frank Müller in dieser Disziplin das Leistungsabzeichen neunmal ausgeben.

Zufriedenheit trotz geringerer Resonanz

Weitere zehn Jäger erhielten die „Schießnadel“ in der Disziplin Flinte /Tontaube „im jagdlichen Anschlag“ geschossen. Mindestens fünf von 15 Tauben mussten dafür getroffen werden.
Obgleich die Resonanz der Weidmänner auf das Angebot eher verhalten war, im Vorjahr nahmen mehr als 50 Interessierte daran teil, zeigte sich Frank Müller zufrieden.
„Auffällig waren einige Jungjäger, die frisch aus der Prüfung bzw. Übung mit überdurchschnittlich guten Ergebnissen kamen“, lobt der Vorsitzende des Jagdverbandes.