In einer Stunde und 33 Minuten hatte es Nestler am vergangenen Sonnabend in Berlin geschafft, die Glut in seinem Pfeifenkopf am Glühen zu halten. "Zum Schluss war es doch ein Kopf-an-Kopf-Rennen", gab der Wriezener zu. Denn Burkhard Miesterfeld war dem jungen Pfeifenfreund dicht auf den Fersen. "Mein Tabak fing schon langsam an, sich zu verabschieden, aber der von Burkhard ging dann noch ein bisschen früher aus", erzählte Nils Nestler. Mit einer Stunde und 24 Minuten kam Burkhard Miesterfeld schließlich auf den zweiten Rang. Nico Brennecke erreichte mit einer Stunde und 22 Minuten den Bronzerang. Auch Eckhard Brennecke, Lars Große und Fred Fleischer sorgten dafür, dass die Entscheidung der Ostdeutschen Meisterschaften zu einer internen Entscheidung unter den Wriezener Pfeifenfreunden wurde. Denn sie belegten die Folgeplätze und erreichten damit das bestmögliche Ergebnis. "Besser hätte es nicht laufen können", sagte Nico Brennecke. "Beide Mannschaften mit je drei Leuten haben die ersten zwei Plätze belegt und im Einzel waren wir bis Platz sechs vorne."
Die Berliner Konkurrenz hatte bereits vor dem Wettkampf angekündigt, dass die Wriezener, die einzige Mannschaft aus Brandenburg seien, die "sich immer alles einheimsen", sagte Nils Nestler. "Damit war der Druck natürlich da", aber der Spaß war größer als alles andere.
An den Deutschen Meisterschaften Ende September wollen die Wriezener ebenfalls teilnehmen. Diese werden in diesem Jahr in Hamburg ausgerichtet.
Im kommenden Jahr werden die Wriezener beide Veranstaltungen ausrichten: die Ostdeutschen sowie die Deutschen Meisterschaften. Einen genauen Termin dafür haben sie noch nicht festgelegt. Eines steht für die Oderbrücher Pfeifenfreunde allerdings fest: Sie wollen wieder am längsten qualmen.