Finanzielle Unterstützung bekommt sie dabei vom Lokalen Aktionsplan Märkisch-Oderland, der den Auftritt der Band finanziert. Frauen aus Lüdersdorf beteiligen sich außerdem mit einem Kuchenbuffet.
Seitens der Künstler und Handwerker wachse das Interesse am Fest, berichtet Stephanie Zins. Auch jede Menge Kinder kamen in diesem Jahr, um sich anzu-gucken, wie Wolle gefärbt wird. Doch es brauche auch Erwachsene, die konsumieren, um so ein Ereignis finanzieren zu können, erklärt die Lüdersdorferin, die sich ein ganzes Jahr im Voraus mit den Planungen beschäftigt.
Die Besucher seien begeistert von der Stimmung, erzählt Stephanie Zins. "Es ist so warmherzig und ruhig. Soul- und Swingmusik wabern zwischen der bunten Wolle hindurch." Zum ersten Mal sei es in diesem Jahr gelungen, Wolle blau zu färben, erzählt Stephanie Zins begeistert. "Das war ein Experiment." Auch, wenn sie kein großes Fest mehr veranstalten will, gefärbt wird trotzdem weiter. Jedoch in privaterem Rahmen, berichtet die Lüdersdorferin, die unter der Marke "Zinshaus" die Schafwollmanufaktur und eine Pension betreibt, sowie Workshops anbietet und Feiern ausrichtet.
Die Künstlerin und Unternehmerin ist nicht die einzige im Bereich Wriezen, die wegen mangelnder Besucherzahlen ein Herzensprojekt aufgibt. Auch das Wriezener Wettpaddeln wird nicht mehr stattfinden, hatte Kanu-Verleih-Betreiber Eckhard Brennecke Ende August erklärt.