Kerstin Götter, die Geschäftsführerin des Bad Freienwalder Haus der Naturpflege, spielte den Kita-Kindern mit Stoff-Storch und Kasperle ein Puppentheater vor, das humorvoll über das Leben der schwarz-weiß gefiederten Zugvögel informierte. "Und wisst ihr, was mir besonders gut schmeckt? Heuschrecken", tönte es aus dem Storchenschnabel.
Was die Kinder wahrscheinlich noch nicht wussten, ist, dass der Storch manchmal auch Ostereier versteckt, wenn der Hase gerade keine Zeit hat. In wirbelwindartiger Geschwindigkeit liefen die Kinder ins Innere des Turms, um nach den Eiern zu suchen. Die Kinder der benachbarten Kita sind öfter zu Gast im Storchenturm, aber zum ersten Mal wurden sie zur Saisoneröffnung mit Programm eingeladen, erzählte die Erzieherin Anja Groß. Gemeinsam mit den Kindern wartet sie schon auf den Storch. Einmal wurde bereits ein Vogel gesichtet, der sich kurz auf dem Horst niederließ. Anscheinend war der jedoch nicht nach seinem Geschmack, denn kurze Zeit später war er wieder weg. Im vergangenen Jahr war das Storchenpaar pünktlich zur Eröffnung eingetroffen.
Das Storchenmuseum, das in einem rund 200 Jahre alten Ziegelbrennofen untergebracht ist, informiert über das Leben der Störche. Träger ist das Haus der Naturpflege. Vor Ort betreut wird das Museum von Editha Milter und Reiner Wartenberg, der jetzt neu mit dabei ist. Der Altgauler, der in der Nachbarschaft lebt, hat auch zuvor mit angepackt, wenn Hilfe gebraucht wurde. Sie sei froh, dass jemand mit handwerklicher Begabung im Team ist, unterstreicht Editha Milter. Beide Helfer engagieren sich im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes für den Storchenturm.
Zum Abschluss stelzen die Kinder eine Runde im Storchengang um den alten Ofen. Auch wenn der inzwischen kalt ist, wird ihnen auf diese Weise trotzdem warm.
Der Storchenturm in Altgaul hat bis Ende September jeden Tag außer freitags zwischen 10 und 17 Uhr geöffnet.