Der internationale Abend beim OderKurz-Filmspektakel in Zollbrücke ließ nichts aus. Weder Tränen des Leids, noch Tränen der Freude. Acht Kurzfilme bis zu 20 Minuten hatten die Organisatoren für das Publikum ausgewählt. "Wir haben darauf geachtet, dass Witz und Melancholie sich die Waage halten", sagte Pia Bruer. In der Tat gab es unter den acht Kurzfilmen vier Animationsstücke, die von der Komik und Tragik des Alltäglichen und des Fantastischen erzählten. "Wir merken, besonders die Sprache der Bilder ist wichtig", hatte Moderator Thomas Winkelkotte die animierten Filme zuvor angekündigt.
Am Sonnabend ging es zurück aus der Welt ins Oderbruch, als Regisseur Philipp Döhring und Schauspielerin Henrike von Kuick ihren Film "Huhn" präsentierten und sich zum Entstehen dieser regionalen Geschichte vom Publikum löchern ließen.
Aus 260 Einsendungen hatte das Theater am Rand die Filme für den nationalen und internationalen Abend ausgewählt. Acht Filme, die beim nationalen Wettbewerb am Sonnabend vom Publikum gewählt wurden, werden nun in sieben Kinos - von Rostock bis Dresden - zu sehen sein. "Das ist sozusagen unser Preis für die Filmemacher, da wir kein Geld zur Verfügung stellen können", erklärte Pia Bruer. Unter den beliebtesten Drei setzten sich "Samira" von Charlotte A Rolfes, " Nelly" von Chris Raiber, "Wert der Arbeit" von Matthias Koßmehl bei den Zuschauern durch. Im kommenden Jahr soll das OderKurz-Spektakel bereits im Juni stattfinden, kündigte Almut Undisz, Geschäftsführerin im Theater am Rand, an.