Dieses entwickelt sich zu einer schönen Tradition gemeinsamen Schaffens, aber auch einfach der Pflege und des Neuknüpfens von Kontakten über die Oder hinweg. Anderthalb Tage waren die jeweils zehn Schüler der Oberschule Neutrebbin und aus Bogdaniec fleißig im Kräutergarten auf dem Prädikower Kirchhof. Der Weg wurde erneuert, Unkraut beseitigt, auch sonst Ordnung geschaffen. Obwohl die Zeit nicht ausreichend war, die Kräuterbeete komplett wieder auf Vordermann zu bringen, waren Ergebnisse des Einsatzes doch offensichtlich.
"Ganz schön anstrengend", räumte Robert aus Neutrebbin ein, Mitschülerin Alicia fand das Neupflanzen toll, und Zuzia aus Bogdaniec hat nur einen kurzen Satz: "Es war einfach alles schön." Ganz besonders, so ihre Freundin Julia, am Vortag aber der Grillabend mit Sport, der auch ihrer deutschen Namensvetterin aus Neutrebbin als Höhepunkt gleich einfällt. Lustig war es in jedem Fall, auch beim Backen von Kuchen und Kräuterpizza, wofür mehrere Prädikower ihre Küchen zur Verfügung gestellt hatten. Überhaupt gab es viel Unterstützung aus dem Dorf, würdigte Simona Koß einige herausragende Beispiele. Monika Hannemann, Lehrerin an der Oberschule Neutrebbin, war auf ihre Acht- und Neuntklässler ebenso stolz wie die zugleich als Dolmetscherin wirkende Kollegin aus Bogdaniec, Edyta Kielpinska.
Die musikalische Komponente zum Fest steuerte Sopranistin Susanne Finsch, am Piano begleitet von Cornelia Burdack, bei. Obgleich ihr Partner-Tenor irgendwo in Berlin im unfallbedingten Stau feststeckte, war sein Fehlen kaum zu merken. Meisterlich absolvierte die Sängerin auch die Duette im Programm von Arien aus Oper und Operette auch allein, bot einen eindrucksvollen Streifzug von Mozart bis Strauß, dabei in verschiedenste Rollen und Stimmungen schlüpfend. Zum Abschluss erklang auch noch passend "Time to say goodbye". Im Fall der Projektbeteiligten spätestens bis zu einem Wiedersehen im nächsten Jahr.