Kindergruppen, Klassenfahrten, Tagestouristen, Radwanderer: Die Gruppe derer, die sich im Weiden- und Nixenpark vergnügen können, ist nach Vorstellung der Gemeinde Neulewin und der Arbeitsinitiative Letschin groß. Viel ist in der Vergangenheit an dem Gemeinschaftsprojekt entstanden: Tafeln zur Flora und Fauna, ein Pfad der Sinne, ein Barfuß-Weg, ein Kriechtunnel und nicht zuletzt die neun Tipis. Alle aus Weidenruten gewachsen. Ein enormer logistischer Aufwand, wie Horst Müller, Geschäftsführer der Arbeitsinitiative Letschin, betont.
Doch inzwischen würde das aufwendig angelegte und über einen langen Zeitraum gepflegte Areal zum Verweilen einladen. Die Frage ist allerdings nun, wie mehr Besucher nach Güstebieser Loose gelockt werden könnten. Als Zielgruppe sind neben Senioren und Tagesausflüglern vor allem Kinder angedacht. Horst Müller stellt sich Bastelnachmittage, Sport und Spiel, aber auch Schultütenfeste oder eine Halloweenparty vor.
"Wichtig ist, es thematisch zu machen und nicht unbedingt jedes Wochenende, damit es interessant und attraktiv bleibt", schlägt Horst Müller vor. Lieber sollten kleine Brötchen gebacken werden, wünscht sich der Geschäftsführer der Arbeitsinitiative. "Die Vermarktung muss jetzt über Flyer und das Internet in Angriff genommen werden." Dazu jedoch, betont Neulewins Bürgermeister Horst Wilke, müsse der Flyer dringend überarbeitet und aktualisiert werden.
Das würde auch Heidemarie Kiehl, Ortsvorsteherin von Güstebieser Loose begrüßen. Denn, wie sie berichtet, werde das großzügige Areal hinter dem Haus Birkenhain bereits gut angenommen. Vor allem Schulklassen, aber auch Kindergartengruppen hätten den Weiden- und Nixenpark bisher besucht. Diesbezüglich ist Horst Wilke wichtig, dass das Areal in seinem jetzigen Zustand erhalten bleibt. "Selbst, wenn die Gemeinde nicht viel Geld hat. So viel muss da sein", macht Horst Wilke deutlich.
Auch Ideen zum weiteren Ausbau nennt Horst Müller von der Arbeitsinitiative, dessen MAE-Kräfte maßgeblich an dem Anlegen des Weiden- und Nixenparks beteiligt waren. So zum Beispiel könnten Willkommenstafeln mittels eines Weidenbogens die Besucher empfangen, könnte neben den Tipis ein Boot aus Weide nachgebaut werden, es eine Sitzecke mit überdachten Bänken geben, einen Steingarten, Insektenhotels, einen Irrgarten oder einen Lagerfeuerplatz.
Dann, so sind sich die Beteiligten sicher, könnten Schulklassen auch über einen längeren Zeitraum auf dem Gelände gehalten werden. Zudem ist es Bürgermeister Horst Wilke wichtig, den nahegelegenen Beherbergungsbetrieb von Monika Rusche miteinzubeziehen.
Begonnen wurde mit der Anlage des Weiden- und Nixenparks im Jahr 2008. Damals war das Areal noch eine Brachfläche, die sich nach wie vor im Eigentum der Gemeinde befindet. Früher waren dort Bunkeranlagen der NVA zu finden.