Viel Arbeit haben sie selbst, Nora Brieger und Karola Damaszek in die Erstellung der fünf Infotafeln gesteckt, blickt Vereinsvorsitzende Anette Hirseland zurück. Etwa anderthalb mal einen Meter beträgt das Format, Sperrholzplatten als Untergrund, die einzelnen Texte, Bilder und Karikaturen alle laminiert: "Wir haben das ja von Anbeginn als Wanderausstellung konzipiert, wollten alles möglichst strapazierfähig und haltbar haben."
Schon die Resonanz zur Ausstellungspräsentation zeigte, dass sich der Einsatz gelohnt hat. Etwa 40 Interessierte fanden sich ein, Premiere hatte dabei das vom Verein neu angeschaffte größere Zelt, mit dem man künftig bei Veranstaltungen noch ein Stück wetterunabhängiger ist. "Entsprechend der Reformationszeit wurde Kürbissuppe ausgeschenkt, Karola Damaszek hatte zudem Luther-Rosen gehäkelt", berichtet Annette Hirseland. Und statt einen Apfelbaum zu pflanzen, konnten die Besucher auf grünen Zetteln mit einem umrissenen Apfel Wünsche hinterlassen, die nun nach Übergabe an Pfarrer Christian Kohler bei der Gemeindekirchenratssitzung in Möglin auch an übergeordnete kirchliche Stellen weitergeleitet werden sollen.
Die erste Tafel führt ein zu 500 Jahren Reformation, einer Religion mit zwei Konfessionen, die nächste stellt die 95 Thesen sowie Luther und die Bibel in den Mittelpunkt. Tafel drei beleuchtet, wie die Idee von Wittenberg um die Welt geht, die vierte Tafel taucht mit "Martins Welt" und "Katharina die Größte" ins Persönliche ein. Ein Lutherquiz, das Rezept für Lutherbrot und anderes komplettieren den Reigen, zu dem auch Karikaturen von Christel Koch gehören.
Dass zum Ausstellungsauftakt ebenso Gemeindeglieder aus Haselberg, Frankenfelde und Sternebeck den Weg nach Harnekop fanden, freut die Vereinschefin. Mancher habe da erstmals gesehen, wie sanierungsbedürftig die Kirche ganz konkret ist, weshalb sich der Förderverein denn auch beim Spendensammeln so ins Zeug legt.
Die Kirchengemeinde Cöthen, die Harnekop mit der Verdunklung zur ersten Filmveranstaltung unterstützt hat, wird - in diesem Fall als Dankeschön kostenlos - die erste Wanderstation der Ausstellung sein. Einen genauen Termin gibt es noch nicht. Sonstige Interessenten werden um eine Spende an den Verein gebeten. Wer die Luther-Ausstellung gern bei sich hätte, kann sich bei Anette Hirseland unter Tel. 0162 2187769 melden.