Das Neutrebbiner Friedrich-Denkmal wird am Sonntag ganz feierlich und offiziell zum „Kulturerbe-Ort“ des Oderbruchs.
Diese Auszeichnung wird um 13 Uhr Dirk Hausdorf, verkleidet als „der Alte Fritz“ von Neutrebbin“, von Vertretern des Oderbruchmuseums Altranft entgegennehmen. Das Standbild war ursprünglich in Vorbereitung auf die 150-Jahr-Feier Neutrebbins im Jahre 1905 am 5. Juli 1904 eingeweiht worden. Die Entwürfe für das Standbild lieferte Hugo Wefing. Das Geld kam dafür aus den vier Kreisen, die Anteile am Oderbruch hatten: Lebuser Land, Königsberg/Neumark, Oberbarnim und Anger-münde.
Das Denkmal überstand den Zweiten Weltkrieg fast unbeschadet. 1952 wurde es allerdings vom Sockel geholt und verschwand. Um 1970 entstand dort ein Brunnen. Nach der Wende, am 13. Februar 1992, machte die Interessengemeinschaft Alter Fritz das Vorhaben öffentlich, ein neues Standbild zu errichten. Das Modell fertigte der Bildhauer Roland Rother an. Am 2. Juni 1994 wurde das neue Standbild auf den Sockel gehoben und drei Tage später eingeweiht. Das Grußwort hielt Preußenprinz Friedrich Wilhelm. Im Rahmen der Erbeplaketten-Verleihung wird ein Theaterstück aufgeführt. Neutrebbin ist dabei nur einer von vier Auftrittsorten. Getreu dem Motto „Entdecken, was uns verbindet“ richtet das Oderbruch-Museum sein Augenmerk auf vier denkmalgeschützte Kulturerbe-Orte: den Kulturhafen Groß Neuendorf, das Denkmal des Alten Fritz in Neutrebbin, das Schul- und Bethaus Altlangsow und die Bockwindmühle Wilhelmsaue. Dort wird das Improvisationstheater „Freiwild“ aus Berlin auftreten, um sie 20 bis 30 Minuten lang durch Szenen und Geschichten besonders zu würdigen, berichtet Heike Schönherr vom Museum.
Auftritte sind in Groß Neuendorf um 11 Uhr, in Neutrebbin um 13 Uhr, in Altlangsow um 14.30 Uhr und an der Bockwindmühle um 16 Uhr. (ulg)