„Er ist nicht mehr der fitteste, aber auch noch nicht tot“, sagt Steffen Fahl, Sachbearbeiter für Baumpflege und Naturschutz im Amt Barnim-Oderbruch. Eingängig begutachtet er die alte Eiche mitten in Neulewin bei der Bürgerversammlung, die nun stattfand. Besorgniserregend seien der Pilzbefall und die Fäule im Stamm. Als Lösungen sieht Fahl, den Baumriesen entweder erheblich einzukürzen, oder ihn zu fällen. Das sei auch wirtschaftlich das Beste, so der Fachmann. Denn selbst, wenn die Eiche, die zu Ehren der Gefallenen im Dorf vor fast 150 Jahren gepflanzt wurde, beschnitten würde, müssen man sich fragen lassen „was habt ihr denn da gemacht“, so Fahl weiter. Denn das Bild des stattlichen Baumes wäre ein anderes. „Und man weiß nicht, ob er nicht trotzdem absterben würde“, gibt der Fachmann zu bedenken.

Neupflanzung geplant

„Alles hat seine Zeit“, fand Bürgermeisterin Kerstin Herrlich auf der von Gemeinderatsmitgliedern und Bürgern besuchten Bürgerversammlung direkt vor Ort. Sie sprach sich, wie bei der Abstimmung auch alle anderen anwesenden Mitglieder der Gemeindevertretung, für die Fällung des Baumes aus. Und eine Neupflanzung. Wie sie weiterhin vorschlug, solle die neue Eiche zum 150. Jahrestag der Pflanzung am 23. April 2021 gesetzt werden.