235 000 Euro investiert die Gemeinde in die Erweiterung des Sportplatzes. Sie kommt damit jenen Bürgern zugute, die im Verein Sport treiben. Gleichzeitig will der Sportverein seine Mitgliederzahl erhöhen und sich breiter aufstellen. Diese Ziele sind im Entwicklungskonzept SV Beiersdorf 2020 formuliert.
"Wir haben aktuell 84 Mitglieder, darunter 71 über 18 Jahre und 13 unter sechs Jahre", sagte Manfred Filbrich. Aktiv im Wettkampfbetrieb sei der Verein mit zwei Mannschaften im Fußball: eine Männermannschaft und ein Altherren-Team. Hinzu komme noch die Freizeit-Jugend-Trainingsgruppe von Steffen Gloge und Matthias Krafzik mit durchschnittlich 15 Kickern. Gleichzeitig gebe es noch eine Freizeitgruppe mit 15 Volleyballerinnen. "Unser Verein ist schuldenfrei und dank unserer Sponsoren, dem Windpark und der Bäuerlichen ProduktionsgemeinschaftBeiersdorf/Freudenberg, und vieler weiterer Spender gut aufgestellt", sagte Filbrich.
Der Verein strebe in der Zukunft 100 Mitglieder an, vor allem Kinder und Jugendliche. Der Sportverein wolle im Fußball eine stabile erste Männermannschaft in der ersten Kreisklasse oder in der Barnim-Liga sowie eine Mannschaft darunter etablieren, um keine Spieler zu verlieren. Das ist ein hochgestecktes Ziel. Aktuell ist das erste Männerteam Tabellenführer Kreisklasse West, der untersten Liga.
Der Zulauf an Spielern aus Werneuchen, Schönfeld, Tempelfelde und Grüntal solle weiter gefördert werden. "Die Leuenberger Ecke wird weiter stabil in Beiersdorf Fußball spielen", erklärte der Vereinschef. Das Altherren-Team werde mit einer Mannschaft - Ü 35 oder Ü 45 - weiter im Barnim Fußball spielen.
Den Schwerpunkt richtet der Verein künftig auf den Kinder- und Jugendbereich. "Wir werden Trainer mit und ohne Lizenz anwerben, neue auf unsere Kosten ausbilden lassen", erklärte Filbrich. Durch Fördermittel vom Landessportbund könnte dies teilweise refinanziert werden. Auch eine Fahrtkostenerstattung für die Eltern sei Bestandteil der Entwicklung. "Das A & O wird der Trainer bleiben, mit einer hohen persönlichen Reife und der nötigen fachlichen Kompetenz", unterstrich der Vereinschef.
Ziel sei es, zunächst bis 2015 eine Kinder- und Jugendmannschaft im festen Spielbetrieb anzumelden, danach sollen mindestens ein bis zwei Mannschaften hinzukommen. "Wunschpartner dabei ist der SV Kruge", sagte Filbrich. Dabei fiel immer wieder der Name von Maik Hölzer, Ortsvorsteher von Kruge/Gersdorf, mit dem es einen guten Kontakt gibt und der selber bei den Altherren dem runden Leder nachjagt.
Wegen der Strukturreform wechselt der Verein ab 1. Juli in den Fußballkreis Barnim-Oberhavel. "Unsere alten Herren nehmen im nunmehr achten Jahr bereits am Spielbetrieb des Fußballkreises Barnim teil und spielen auf gutem Kreisliga-Niveau mit", berichtete der Vereinschef. Bis 2020 wolle der Verein mindestens eine Endspielveranstaltung auf dem neuen Fußballkreis Barnim-Oberhavel in den Ort holen. Mit der neuen Mehrzweckfläche auf dem erweiterten Sportplatz will der Verein kaum oder wenig aktive Kinder und Jugendliche an den Sport heranführen wie Tischtennis oder Federball. "Wir sind offen für neue Trendsportarten, sie müssen sich aber den örtlichen Gegebenheiten anpassen", erklärte Filbrich. Der Verein werde nicht in Vorleistung gehen und Tischtennisplatten aufstellen oder Basketballkörbe. Erst müssen Kinder und Jugendliche aufrichtig Interesse bekunden.
Über die Kooperation mit der Heckelberger Grundschule ab dem zweiten Schulhalbjahr erhofft sich der SV Beiersdorf weitere Interessenten. Im Rahmen des Ganztagsunterrichts bietet er donnerstags für die ersten und dritten sowie für die vierten bis sechsten Klassen Fußballtraining an. Bisher gab der KSC Neutrebbin den Fußballunterricht und nahm auch die potenziellen Spieler mit ins Oderbruch.