Die Mitglieder des Amtsausschusses haben am Dienstagabend das Thaer-Museum in Möglin besucht. Die Ausstellung informiert seit 1992 über den Mediziner und Agrarreformer: In Wort und Bild und mit jeder Menge landwirtschaftlichem Gerät. Doch dem Haus fehlen die Besucher, wie Leiterin Heike Gräfe bedauert. Dabei gebe es viel Potential, das sie gerne ausschöpfen würde. "Es wäre toll, wenn ein Besuch ins Bildungsprogramm der Schulen aufgenommen werden würde", so die engagierte Frau. Als Kulturerbeort ließe sich dort eine Menge über die Geschichte der ganzen Region erzählen, nicht nur die von Albrecht Daniel Thaer.
Die Ausstellung in Möglin zeigt seinen Lebensweg und sein Lebenswerk, seine Lehre von der rationellen Landwirtschaft sowie die Mögliner Wirtschaft und Lehranstalt im Dienste des Preußischen Staates. Ergänzt wird dies mit Informationen über Vorläufer, Förderer, Zeitgenossen und mit Nachbauten Thaerscher Ackergeräte. Der Verein mühe sich redlich, das Andenken zu bewahren. So zum Beispiel ist das Museum auch bei der nun anstehenden Agritechnica, der Weltleitmesse für Landtechnik, präsent. "Thaer hat sich Möglin ausgesucht und wir müssen nun damit leben", sagte Heike Gräfe lachend. Denn das Dorf ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln  nur sehr schlecht zu erreichen. Ein Manko vor allem für die Schulklassen. "Ein paar waren mal hier, aber die Nachhaltigkeit fehlt", bedauert die Leiterin. Studenten von der Humboldt-Universität in Berlin und der HNE Eberswalde kämen regelmäßig. Aber auch das seien übers Jahr zu wenige.
5000 Euro Zuschuss
Dabei seien Thaers Ideen auch heute noch aktuell, so Heike Gräfe. Zudem verfüge das Museum über neue Medien und sei behindertengerecht. Amtsdirektor Karsten Birkholz schlug eine Kooperationsvereinbarung mit den Schulen vor, die vom Amt Barnim-Oderbruch finanziell mit rund 5000 Euro gefördert werden könnte. Das letzte Wort hierzu haben nun die Abgeordneten des Amtsausschusses in einer der nächsten Sitzungen.