Bernd Wartenberg fand das nicht lustig, hätte er sich doch beinahe mit der laufenden Motorsäge ins Bein geschnitten. Er wandte sich an den Gewässer- und Deichverband Oderbruch (Gedo), wie er es schon drei Wochen zuvor getan hatte. Diesmal reagierten die Seelower umgehend. Ein Bagger rückte an und brachte auch gleich Sand mit, mit dem das riesige Loch verfüllt wurde. Danach fuhr der Bagger die hundert Meter zum Damm unterhalb der Brücke und holte zig Kubikmeter Holz und Schlamm aus dem Graben. „Hinter diesem Damm war der Graben tatsächlich trocken, da lief kein Wasser mehr“, staunte selbst Bernd Wartenberg über die gründliche Arbeit des Nagers.
Der Biber sei erst in diesen Abschnitt gekommen, als die OPAL-Erdgasleitung verlegt worden war, erzählt Wartenberg. Möglicherweise bestehe da ein Zusammenhang. Den hinter seinem und den Nachbargrundstücken entlang führenden Weg hat er mit rot-weißem Trassierband abgesperrt. Schließlich ist selbst ein Gedo-Mitarbeiter urplötzlich bis zur Hüfte in einen Bibergang eingebrochen. „Wer weiß, wie weit die unter meinem Grundstück führen.“ Wartenberg weist noch auf eine andere Gefahr hin: Der Biber hat zwei große Bäume fast durchgenagt, die wenige Meter vom Dixie-Klo für die Storchenturm-Besucher stehen. Der eine würde direkt auf das blaue Kabuff fallen. „Ich hab’ nichts gegen Natur und Umwelt“, sagt Bernd Wartenberg, „aber Sicherheit und Gesundheit der Menschen sollten doch Vorrang haben, oder?“