"Nachdem der Spielbetrieb im Sport durch den Coronavirus zum Stillstand gekommen ist und auf nicht absehbare Zeit auch nicht wieder ausgenommen wird, ist die Saison 2019/2020 auf Kreisebene wohl beendet", mutmaßt Daniel Kufeld, der im vergangenen Jahr den Vorsitz des Kreisfachverbandes Märkisch-Oderland von Uwe Karbe übernommen hatte.
"Es gibt derzeit keine konkreten Vorstellungen, wo es wann und wie weitergeht", so der Falkenberger. "Wir sind allerdings in der glücklichen Lage, dass die aktuelle Situation keinerlei Auswirkungen auf die Meisterschaft- und Abstiegsfrage hat und die Spielzeit beendet werden kann", sieht Kufeld kaum Probleme. Vielmehr steht nun  die Sommerpause an.
Auch wenn die Saison nun eine Woche eher als geplant enden sollte – es ist und bleibt eine Spielzeit der Rekorde. Titelverteidiger Grün-Weiß Oderberg mit der Stammformation Bastian Haese, Torsten Nickel, Thomas Wunsch, Tino Wilke und Ersatzspieler Norbert Biersynski eroberte bereits am ersten Spieltag die Tabellenspitze und gab die Führung des Gesamtklassements nicht wieder ab.
Letschin raubt weiße Weste
Dennoch: So ganz mit weißer Weste kamen die Grün-Weißen dann doch nicht durch die Meisterschaftsrunde. Am sechsten Spieltag mussten Nickel und Co eine Heimschlappe gegen das Überraschungsteam und den neuen Vizemeister Grün-Weiß Letschin quittieren. Die Oderbrücher setzten sich mit 1036:1029 hauchdünn durch und avancierten zum Angstgegner des Serienmeisters. Im nächsten Aufeinandertreffen kegelten die Letschiner im Kreispokal-Halbfinale Oderberg an den heimischen Tischen 1086:959 Holz aus den Wettbewerb. Erst im dritten Duell durften dann die Oderberger ein erstes Mal jubeln. Am 16. Spieltag setzte sich der alte und neue Titelträger in der Höhle des Löwen durch. Mit einem neuen Mannschafts-Kreisrekord gab das Oderberger Quartett den Oderbrüchern mit 1137:867 Holz deutlich das Nachsehen.
"Oderberg spielt fraglos in einer eigenen Liga, wie auch der Durchschnitt mit 1039,53 Holz pro Spiel untermauert. Wir haben uns als zweitbestes Team immens gesteigert und es auf einen Schnitt von 942,18 Holz gebracht. Das veranschaulicht die derzeitige Oderberger Spielstärke. Da kann über die gesamte Spielzeit kein Team in der Liga wirklich mithalten. Nur punktuell gelingt der eine oder andere Erfolg gegen Oderberg", hat Letschins Martin Streich ausgemacht. Dabei wohlwissend, dass der Oderberger Holzschnitt einen weiteren neuen Kreisrekord darstellt.
Im "Kopf-an-Kopf-Rennen" um die Vizemeisterschaft zwischen Rot-weiß Bralitz II und Grün-Weiß Oderberg hatten die Oderbrücher das bessere Ende für sich. Im Duell in Bralitz landete Letschin mit 942:823 Holz einen Auswärtserfolg, während sich im Rückspiel die Bralitzer mit 1007:945 Holz durchsetzten. So war es letztlich der Letschiner Überraschungssieg in Oderberg, der die Vizemeisterschaft entschied.
Torsten Hünicke bester Spieler
Rang vier sicherte sich die erste Bralitzer Vertretung, die mit Torsten Hünike auch den beständigsten Akteur in ihren Reihen hatte. Der Chemiefacharbeiter erzielte einen Schnitt von 274,24 Holz pro Begegnung. Ihm auf den Fersen bleiben konnte lediglich Oderbergs Torsten Nickel mit 273,18 Holz. Rang drei in der Einzel-Rangliste belegte Teamkollege Bastian Haese (263,94) gefolgt von Letschins Dustin Siewert (262,12) und dem Bad Freienwalder Axel Böhme (259,41).
Die durchaus ambitioniert gestarteten Akteure des MTV Hohenwutzen II landeten nach einigem "Auf und Ab" auf Tabellenplatz fünf, gefolgt von Blau-Weiß Sachsendorf, das mit Ex-Einzelkreismeister Frank Scheidemann erst im Schlussdrittel zu gewohnter Stärke fand. Mit einem enttäuschenden Rang sieben musste sich indes der Lunower SV begnügen. Gehörten die Barnimer in den vergangenen Spielzeiten stets zum erweiterten Kreis der Titelanwärter, lief es für Topakteur Andreas Quilitz und Co nicht wirklich rund. Auf Platz acht reihte sich der BC FW Bad Freienwalde ein. Das Team von Jürgen Knoll legte zunächst einen mehr als vielversprechenden Saisonstart hin, um in der Folgezeit komplett den Faden zu verlieren. Nach sechs Spieltagen mit acht Zählern noch auf Platz vier notiert, reichte es im Endklassement nach 17 Spielen mit insgesamt 14 Punkten lediglich zum drittletzten Rang.
Den Abstieg machten die beiden Teams des FSV Insel Neuenhagen unter sich aus. Mit vier Zählern geht es für Kathrin Piefke und Mitstreiter der "Zwoten" zurück in die 1. Kreisklasse.

Neue Rekordmarken


Das beste Einzelresultat derSpielzeit 2019/20 erzielte RichardMaiwald bei seinem einzigen Auftritt für Rot-Weiß Bralitz II. In Letschin ließ es der kaufmännische Angestellte richtig krachen und erreichte 332 Holz – eine neue Bestmarke in der nunmehr 41-jährigen Geschichte des Kreisfachverbandes Märkisch-Oderland.Fünf Spieler knackten an den17 Spieltagen die magische Markevon 300 Holz. Dem Bralitzer Torsten Hünicke gelang dieses Kunststück gleich dreimal, Oderbergs TorstenNickel und Bastian Haese je zweimal sowie den Bralitzern Maik Staschke und Richard Maiwald einmal.Einen neuen Mannschaftsrekord in der Punktspielrunde stellteGrün-Weiß Oderberg in der Formation Bastian Haese, Thomas Wunsch,Torsten Nickel und Tino Wilke auf.1137 Holz erzielten der alteund neue Titelträger am 16. Spieltag beim Auswärtssieg bei Vizemeister Grün-Weiß Letschin.    up