Die Feuerwehr habe ein schwimmendes Ölbindemittel in den Dorfteich gekippt, sagte Willi Rollin von der Hohenwutzener Feuerwehr. Zunächst hätten die Feuerwehren eine provisorische Ölsperre aus mit Luft gefüllten Schläuchen gebildet. Die Hohenwutzener Wehr verfügt wegen der Odernähe über einen Gerätewagen Gefahrgut. Das Granulat binde Öl oder Farbe, so dass es sich von der Wasseroberfläche mit der Schippe abschöpfen lässt, erläuterte Willi Rollin. Auch unter den Feuerwehrleuten habe die Runde gemacht, dass Blaualgen die Ursache sein könnten, so Rollin. "Wir hatten Wasserproben entnommen und festgestellt, dass der PH-Wert normal war und konnten auch kein Öl nachweisen", sagte er. Da aber alle Bürger am Teich von Farbe sprachen, habe die Feuerwehr das Bindemittel doch eingesetzt. Es sei biologisch abbaubar.
"Das Bindemittel schwimmt jetzt auf dem Teich", sagte Ortsvorsteher Jörg Schleinitz, der auch vor Ort war. Die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Märkisch-Oderland nahm gestern Vormittag Proben. Von dort kam schließlich die Entwarnung, dass es sich um Blaualgen handele. "Ich danke trotzdem allen Bürgern für ihr rasches Handeln", sagte Schleinitz. Sonnenlicht löse das Wachstum von Blaualgen aus, so Schleinitz. Einige Arten könnten Hautreizungen hervorrufen.