Noch bis 30. Juni können die Bad Freienwalder Vorschläge für das Bürgerbudget in diesem Jahr unterbreiten. Bisher haben 30 Vereine, Initiativen und Einzelpersonen  Ideen eingereicht. Insgesamt 25 ­000 Euro stehen dafür zur Verfügung.
„Diesmal kommen aus den Ortsteilen mehr Vorschläge als aus der Kernstadt“ berichtet Dennis Ferch von Kurstadt-Dialog, auf dessen Initiative das Bürgerbudge,entstanden ist. So habe der Förderverein Hoffmannscher Ringofen 1878 Altglietzen eine Töpferscheibe für die Keramikwerkstatt beantragt. Dort arbeiten regelmäßig Kinder und Frauen aus dem Ort.
Weitere Anträge kommen von der Feuerwehr Altranft, die sieben Marktstände kaufen will, und vom MTV 1897 Altglietzen für Sanierungsmaßnahmen. Ferner gebe es den Vorschlag, weitere Blumenampeln für Straßenlaternen in Bad Freienwalde zu kaufen, zählt Dennis Ferch auf. Vorbild sind jene, die die Wirtschaftsgemeinschaft in der König- und der Karl-Marx-Straße finanziert hat. Es geht nicht alles. Das Geld zu verwenden, um kostenlose Tickets für die Stadtbuslinie auszugeben, funktioniert nicht. Denn die Vorschläge müssen realistisch sein.
Abgestimmt über die Ideen wird beim kommenden Altstadtfest. „Ich suche ein Geschäft, wo ich die Stelen abstellen kann“, sagt Dennis Ferch. Vorzugsweise auf der Königstraße zwischen Karl-Marx- und Einmündung Grünstraße, wo die meisten Festgäste zu erwarten sind. „Ich möchte die schweren Stelen nicht abends wieder zurück stellen müssen“, fügt er hinzu. Mithilfe der Stelen ist die Stimmabgabe digital per Knopfdruck möglich.
Die Vorschläge dürfen nicht mehr als 5000 Euro Kosten. Wer Geld aus dem Bürgerbudget beantragt und bekommen hat, darf drei Jahre kein Geld mehr beantragen. Diese Einschränkung betrifft nicht die Stadt. Bänke für öffentliches Grün könnten jedes Jahr beantragt werden, so Dennis Ferch. Die Evangelische Kirchengemeinde Bad Freienwalde, die Geld bekommt, um mit 32 Jugendlichen eine Ferienfahrt nach Österreich zu unternehmen, darf drei Jahre lang keinen Antrag mehr stellen.
Vom vergangenen Jahr seien noch 10 000 Euro offen, so dass drei weitere Vorschläge Chancen haben, verwirklicht zu werden, berichtet Dennis Ferch. Der Grund sei, dass ein Fußgängerüberweg über die Königstraße nicht möglich ist. Es gilt Tempo 30, trotz der vielen Autos reicht die Frequenz für einen gekennzeichneten Überweg nicht aus. Als unrealistisch erwies sich zudem ein Straßenfest für alle Inselgemeinden. Die Freienwalder Karnevalsgesellschaft zog ihren Antrag für Anschaffungen zurück.
Geprüft werde dahet, ob es öffentliche Farbsprühflächen für Jugendliche gibt, ob Spielflächen für Jung und Alt  möglich sind sowie ein Parkbankkonzept für Hohenwutzen. Die Reihenfolge gibt das Abstimmungsergebnis vor. Geklappt haben die Ballfangnetze fürs Jahn-Stadion, die Reaktivierung des Bruchsees in Schiffmühle, die Lehnen der Sitzbänke auf der Freilichtbühne, Bänke, Blumen für den Schlosspark, Geld für die Malche, das Weihnachtsfest für Bedürftige, der Kauf einer Bühne für Veranstaltungen in Altranft, Hundebeutel-Stationen, eine Unterstützung für den Kindertag sowie ein offener Bücherschrank als Tauschbörse, der auf dem Marktplatz aufgestellt werden soll.