Rumms! Die Kanoniere der "Sechspfündigen Fußbatterie Nummer 4" "schießen " mit ihrer Kanone einen Strohballen in Brand. Ein Horn und der Ruf "Feuer" erklingt. Eilends setzen Kevin Labes, Peter Büttner, Henry Schmidt,  Klaus Büttner, Manfred Engel und Uwe Hannemann am Eingang zum Festgelände am Dornbuschsee die Handdruckspritze in Bewegung.
Das 115 Jahre alte Traditionsfahrzeug der Feuerwehr Bralitz, dessen Restaurierung die Wehr Uwe Richter verdankt, wird nur mit Muskelkraft bewegt. Sie tragen Uniformen, Pickelhauben und gezwirbelte Schnurrbärte – gut angeklebt, wo nicht von natürlichem Wuchs. Manfred Engel rollt den Schlauch aus und nähert sich mit der Spritze dem Feuer. Um Wasser zu pumpen, müssen die Feuerwehrleute auf zwei Seiten je einen Bügel nach oben und unten drücken. Als einer der Blauröcke mit einem Krampf ausscheidet, packen die Zuschauer mit an, Bevor das Strohfeuer erlischt, kommt das Wasser in ausreichendem Strahl.
Mit der Schauübung anlässlich des 115-jährigen Bestehens demonstrierten die Feuerwehrleute, die auch heute im aktiven Dienst sind, wie schwer die Löscharbeit einst war. Die Bralitzer Feuerwehr begann als Betriebsfeuerwehr für das Sägewerk. Heute verfügt sie über 21 Einsatzkräfte, darunter neun Frauen, unter der Leitung von Henry Schmidt.
Als Organisator des Dorffestes, in das die Vorführung eingebettet war, fungierte ein Festkomitee aus Heimatverein Bralitz und Feuerwehr. Wobei der Heimatverein in bewährter Weise das Programm zusammen stellte und die Verkaufsbuden organisierte. 28 Blechkuchen wurden gegen Spenden ausgegeben. "Wir nehmen keinen Eintritt. sondern nur Spenden", sagte Regine Neubecker. Gut besucht gewesen sei das Programm der Kita Bralitz und vom Zauberer Alfino, berichtete sie. Auch das Konzert von Beppo Puhlmann sei gut angekommen wie auch das Bogenschießen mit Bernd Gesch vom Schützenverein Schiffmühle.