"Das LfU wird an ganz anderer Stelle aktiv, denn nicht nur im Bereich des Freienwalder Landgrabens mangelt es der Landwirtschaft im Oderbruch an Wasser. Diesem Defizit begegnet das LfU mit der Überleitung von Oderwasser in das Gewässernetz des Oderbruchs", erklärte Frey. Über die Durchleiter Reitwein, Heber Kienitz und Durchleiter Güstebieser Loose erhalte das Oderbruch aktuell bis zu vier Kubikmeter pro Sekunde zusätzliches Wasser, also mehr als 300 000 Kubikmeter pro Tag. "Damit kann der Freienwalder Landgraben nicht direkt gestützt werden, doch das Oderbruch erfährt eine erhebliche Entlastung während der augenblicklichen Dürrephase zu Beginn der Vegetationszeit", teilte der LfU-Sprecher mit.

Beregnung im Oderbruch

Um die Steuerung zu optimieren, habe das Landesamt den Kontakt zur  Verwaltung des Landkreises gesucht. Ziel sei ein auf die Beregnung ausgerichtetes Wassermanagement, auch um das Trockenfallen weiterer Gewässer zu verhindern.
Der Freienwalder Landgraben war erstmals seit vielen Jahren zwischen Bad Freienwalde und Altranft trocken gelegt. Vor dem Schloss Altranft war nur noch eine trockene Rinne zu sehen. Die Altranfter sehen die Landwirtschaft als Ursache, die nach ihren Aussagen mit Wasser aus dem Landgraben ihre Felder wässert. Der Gewässer- und Deichverband Oderbruch (Gedo) hält die Erklärung für möglich, könne dies aber nicht beweisen, hieß es am Dienstag. Der Landkreis konnte sich am Mittwoch noch nicht äußern.