Miteinander ins Gespräch kommen, diese Gelegenheit gab es an allen vier Stationen. In Prädikow hatte sich unter anderem eine vierköpfige Vertretung der Feuerwehr aus Grunow/Ernsthof eingefunden, die Finanzierung von Brandschutz und der wichtigen Nachwuchsarbeit war somit eines der angeschnittenen Themen. Lob gab es gerade vom Landrat für das Engagement, wenn zum Beispiel wie in Grunow bei 300 Einwohnern 40 Mitglied der Feuerwehr sind.
Prötzels Bürgermeister Rudolf Schlothauer und Prädikows Ortsvorsteher Andreas Behnen, die beide auch mitradelten, brachten noch einmal das Problem Wasser- und Bodenverband zur Sprache. Schlothauer kritisierte zudem die teils sehr starre Haltung der kreislichen Denkmalschützer. Erneuerbare Energien, von Behnen mit Verweis auf Prötzeler Windrad-Planungen angesprochen, wurde thematisch auch in Reichenow noch einmal angeschnitten. Dort drehte sich das Gespräch in der ehemaligen Kita, wo Mitglieder des Dorfvereins MöHRe eine kleine Stärkung servierten, aber vor allem um die leidige Problematik Gemeindefinanzen. Von den Steuereinnahmen müsse mehr bei den Kommunen verbleiben, forderte Behnen: "Dann würden unsere Straßen und Bürgersteige um einiges besser aussehen." Der Kreis immerhin stecke viel Geld in sein Straßennetz, hatte der Landrat zuvor betont. Reichenow-Möglins Bürgermeister Wolf-Dieter Hickstein will außerdem die betroffenen Gemeinden bei Fällungen von Alleebäumen stärker beteiligt sehen. "Was da teils mit schönen alten Eichen passiert, ist Frevel", kritisierte er. Auf die Probleme etlicher Reichenower mit Anschluss ans schnelle Internet verwies Bürgerin Maria Paul.
Der Landrat, Tour-Organisatorin Simona Koß und andere ließen sich auch gleich noch als Mitglieder beim Projekt MObiL - Mitfahren in Märkisch-Oderland gewinnen, bevor es nach Möglin weiterging. Dort erklärten Hickstein sowie Martin Frielinghaus von der Fördergesellschaft Albrecht Daniel Thaer die Bemühungen, das Erbe des berühmten Agrarreformers am Ort zu bewahren. Frielinghaus unterstrich, dass es positive Kontakte auch zum neuen Besitzer des Thaerhofes gebe, führte die Gruppe bis zum Gutshaus, bevor diese nach Kunersdorf weiterzog.