Joseph Fiennes in der Hauptrolle zeigen einen Luther, der von der Kommerzialisierung und moralischen Verkommenheit des Glaubens (Ablasshandel, Machtgier, extra Bordelle für Priester in Rom) abgestoßen ist, öfter an seinem eigenen Glauben zweifelt und verzweifelt, aber auch hochintelligent mutig und aufrichtig seinen Widersachern gegenübertritt. An seiner Seite der im Folgejahr verstorbene Sir Peter Ustinov in seiner letzten Filmrolle als sächsische Kurfürst Friedrich der Weise, ein weitsichtiger Landesherr, der zum wichtigsten Schutzpatron seines berühmt-umstrittenen Wittenberger Theologieprofessors wird. Sowie Bruno Ganz glänzend als Luthers Beichtvater im Augustinerorden, väterlicher Freund und Ratgeber Johann von Staupitz. Auf der Gegenseite verkörpert Papst Leo (Uwe Ochsenknecht) das alte System, repräsentiert in seinen letztlich nicht fruchtenden Disziplinierungsversuchen gegenüber Luther durch Kardinal Thomas Cajetan (Mathieu Carrière), der ebenso wenig wie Kaiser Karl V. (Torben Liebrecht) als höchste deutsche Autorität den Reformator zum Widerruf seiner Aussagen bringen kann.
Die Verdunklung für die Kirche hatte der Förderverein in Dannenberg ausgeliehen. Vor und nach dem Film boten die Vereinsmitglieder Kaffee, Kuchen, Schmalzstullen und mehr. Und das Thema bewegt Verein und Kirchengemeinde weiterhin: Am 31. Oktober, dem Reformationstag, gibt es in Harnekop um 15.17 Uhr eine Andacht, danach eine Ausstellungseröffnung. Im November soll ein Kinderfilm gezeigt werden, so die Planung.