Da half nur schweres Gerät. Mit der Kettensäge rückten Klaus Schluchter und ein weiterer Helfer aus Eberswalde den umgestürzten und übereinander liegenden Bäumen zu Leibe. „Wir wandern gerne mit den Naturfreunden, weil es uns Spaß macht. Deshalb sind wir auch bei dem Arbeitseinsatz dabei“, berichteten Hannelore und Heinz Fiebing aus Schönfeld bei Werneuchen. Die Senioren räumten Äste und  Zweige auf die Seite. „Wir wandern seit vier Jahren mit.“ Daher sehen sie es Pflicht, sich zu engagieren. Aus dem gleichen Grund packte Thomas Runge aus Neukünkendorf bei Angermünde mit an. Er kommt auch der Uckermark regelmäßig nach Bad Freienwalde, um mit den Naturfreunden zu wandern. Als er in der Zeitung den Aufruf Schluchters las, habe er spontan entschieden, sich daran zu beteiligen.
Frank Richter aus Strausberg arbeitete währenddessen an den Einzelteilen der Raufe. Mit dem Akkuschrauber fügte er die Teile wieder zusammen. Weil er Klauis Schluchter als Wanderleiter schätze, sei er gerne dem Aufruf gefolgt, mitzuhelfen. Die Herkunft der Helfer zeigt das weite Einzugsgebiet der Wanderer, die regelmäßig im Stadtforst Erholung suchen.
„Das hier ist besser, als jedes Fitnessstudio“, ergänzte eine Frau, die Äste und Zweige auflas. Auch Lothar Koch aus Bad Freienwalde packte mit an und stapelte schwere Äste.
Der schattige Parkplatz sei nicht nur im Sommer bei Auto- und Motorradfahrern beliebt. „Von hier aus starten wir unsere Wanderungen in das Brunnental, den Grand Canyon von Bad Freienwalde“, sagte Klaus Schluchter schmunzelnd. „Viele wissen gar nicht, welches Kleinod wir hier haben“, fügte der erfahrene Wanderleiter hinzu. Der Bach, der hinunter in Richtung Fachklinik und Moorbad fließt, habe das Brunnental tief eingegraben, so dass man durch einen Hohlweg neben dem Bach läuft sich fast in einem Gebirge wähne. 2,5 Kilometer führe der Weg hinunter bis Bad Freienwalde.
Die Arbeiten seien mit dem Brunower Revierförster Holger Pölzing abgesprochen, versicherte Schluchter. Dieser habe die Gehölze markiert, die entfernt werden konnten. „Wir haben auch den Waldbesitzer gefragt, der uns sogar das Mittagessen spendiert“, betonte der Wanderleiter.