Die Wohnungen seien mit Gasetagenheizungen ausgestattet, sagt Vermieter Torsten Holze. Die Mieterin habe im Herbst 2018 eine leere Wohnung übernommen und einen Vertrag mit der EWE über die Gasversorgung abgeschlossen. Im März 2019 habe sie Post von EWE bekommen, dass eine Gasdruckprüfung in  ihrer Wohnung erforderlich sei. Sie habe das Schreiben ignoriert, weil sie dachte, es handele sich um ein Versehen.
Ohne Ankündigung Gas gesperrt
Einen Monat später sei ihr ohne Ankündigung das Gas abgestellt worden. Eine Woche sei die Wohnung kalt gewesen. Er sei nicht informiert worden, sagt Holze. Schuld sei der Vormieter gewesen, der weder Miete noch Gasrechnungen bezahlt habe. Die Frau hatte nichts damit zu tun Ein gleichartiger Fall Fall habe sich Ende vergangenen Jahres wiederholt.
"Wenn ein neuer Mieter in eine Wohnung mit gesperrtem Zähler zieht, wird mit Anmeldung des Mieters und nach Vorlage einer sogenannten Fertigstellungsanzeige (Druckprobe) der Gasanschluss entsperrt. Um die Druckprobe muss sich der Hauseigentümer in Abstimmung mit dem Mieter kümmern – in diesen Fällen Herr Holze", erläutert EWE-Pressesprecherin Nadine Auras in Strausberg das Procedere.
Im geschilderten Fall sei der Gasanschluss durch Außenstände des Vormieters gesperrt gewesen. Nach dem Einzug in die Wohnung im Herbst 2018 habe die neue Mieterin einen Erdgasliefervertrag mit EWE Vertrieb abgeschlossen. "Die Lieferung erfolgte problemlos, der Gasanschluss schien nicht gesperrt", teilt die Sprecherin mit.
Im System des Netzbetreibers EWE Netz sei der Gasanschluss allerdings als gesperrt vermerkt worden. "Dies ist EWE Netz bei der Kontrolle der angemeldeten Gasanschlüsse durch die verschiedenen Gaslieferanten aufgefallen", führt sie weiter aus. Daraufhin habe EWE Netz den Gaslieferanten (in diesem Fall EWE Vertrieb) über den scheinbar gesperrten Gasanschluss informiert. Die Mieterin habe daraufhin das erwähnteSchreiben erhalten mit dem Hinweis, dass sich der Netzbetreiber eine Überprüfung des Gasanschlusses vorbehält. Die Überprüfung erfolgte im November 2019. EWE Netz stellte dabei fest, dass der laut System seit Sommer 2018  gesperrte Anschluss entsperrt ist. Da die gesetzlich vorgeschriebene Druckprüfung  nicht erfolgt ist, habe EWE Netz den Anschluss aus Sicherheitsgründen am 18. Novemer 2019 gesperrt. Nach Bestätigung der Druckprobe konnte der Anschluss drei Tage später entsperrt werden.
Grund nicht nachvollziehbar
"Leider ist nicht nachvollziehbar, warum der Gasanschluss ohne  Druckprobe funktionierte", so die EWE-Sprecherin Eigentlich hätte der Anschluss ohne Druckprobe nicht betrieben werden, eine Belieferung nicht erfolgen können.
Im zweiten Fall sei der Gasanschluss des Vormieters am 2. Januar 2019 gesperrt worden. Die Mieterin habe nach ihrem Einzug eine Gaslieferung bei EWE Vertrieb beauftragt. Für die Entsperrung des Anschlusses fehlte die Bestätigung der gesetzlich vorgeschriebenen Druckprüfung. Dies habe EWE Vertrieb Kundin und Vermieter in mehreren Gesprächen mitgeteilt. Am 2. April sei die Bestätigung der Druckprüfung bei EWE Netz eingegangen, daraufhin wurde der Anschluss am 3. April entsperrt. Um die Druckprüfung müsse sich Hauseigentümer in Abstimmung mit Mieter kümmern. "Warum diese Überprüfung erst Anfang April durchgeführt und EWE Netz mitgeteilt wurde, entzieht sich leider unserer Kenntnis", so die Sprecherin.

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