Zur Eröffnung des vom Haus der Naturpflege betriebenen Storchenmuseums – der Naturschutzbund (Nabu) unterstützt den Träger – wird den Schülern ein buntes Programm geboten: Los geht es mit einem kurzen Kasperletheater und einem Quiz über Störche. Danach erzählt Evelyn Faust vom Nabu den Kindern Wissenswertes über den Storch und experimentiert mit ihnen an sechs Stationen rund ums Thema "Die Reise der Störche".
Nest wird Jahr für Jahr genutzt
"Wir vom Nabu – und ich persönlich auch – sind sehr glücklich, dass dieser Turm hier steht und Jahr für Jahr von den Störchen genutzt wird", sagt Evelyn Faust. Sie selbst hat eine Affinität für die schwarz-weißen Vögel, hätte am liebsten auch ein Storchenpaar in ihrem Heimatort Bralitz. "Für mich gehört der Storch einfach zum Dorfleben dazu", sagt sie. "Ich würde mir wünschen, dass sich alle darum bemühen, dass sich diese Tiere noch lange bei uns heimisch fühlen."
Auch Karin Wartenberg weiß, was sie an den Störchen hat. "Dass dieser Ofen hier noch steht, ist nur den Vögeln zu verdanken. Ohne sie wäre der schon längst abgerissen worden." Der Naturschützer Kurt Kretschmann setzte sich einst für den Erhalt des Ofens ein, wofür Karin Wartenberg sehr dankbar ist – schließlich ist sie mit dem Storchenturm groß geworden. "Schon als Kinder haben wir hier gespielt."
Um mit der Attraktion in Altgaul aber auch weiterhin Gäste und Touristen anzulocken, müsste man sich Gedanken machen, ob man das Gelände nicht etwas aufpeppen könne, sagt Evelyn Faust. "Vielleicht mit einem Kaffee-und-Kuchen-Verkauf." Dafür müsste allerdings auch personell aufgestockt werden, was wohl aber eher nicht geplant sei.
500 Besucher pro Saison
Der Stadt Wriezen und ihren Mitarbeitern könne man allerdings nicht absprechen, sich um den Storchenturm zu bemühen, sagt Rainer Wartenberg, selbst viele Jahre lang Museumsverantwortlicher. "Auch Bürgermeister Karsten Ilm setzt sich für diesen Standort hier ein", so Wartenberg. Er selbst steht dem Storchenturm ehrenamtlich zur Seite. "Ich wohne gleich nebenan. Der Weg ist also nicht weit."
Etwa 500 Besucher kämen pro Saison nach Altgaul, um sich das Storchennest anzuschauen. "Wir hatten schon Gäste aus ganz Europa", erinnert sich Rainer Wartenberg. "Italiener, Franzosen, Spanier sind bereits hier gewesen." Natürlich hoffe man auch in diesem Jahr auf viele Schaulustige. "So etwas", so Wartenberg, "gibt es nicht überall zu sehen."
Aus gesundheitlichen Gründen bleibt das Storchenmuseum am Wochenende geschlossen. Sonst hat es bis zum 31. August dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet.