Seit Mitte der 80er-Jahre ist das eher schlichte Gotteshaus, das nicht einmal einen Turm hat, baupolizeilich gesperrt. So ist es zumindest seither stets übermittelt worden, auch Pfarrer Christian Kohler, als dieser seinerzeit die zugehörige Pfarrstelle übernahm. Das Gutachten als Grundlage der damaligen Entscheidung ist allerdings nicht mehr auffindbar.
Besonders beruhigt würde momentan aber ohnehin niemand größere Besucherscharen in das Gebäude lassen. Gewisse Maßnahmen sind unumgänglich. Für ein solches überschaubares Paket zur Notsicherung soll es schnellstens ein Angebot geben. Sofern der Gemeindekirchenrat den Auftrag erteile, werde er Konzept samt Kostenschätzung erarbeiten, sagte Frank Fischer vom Ingenieurbüro für Baustatistik und Sanierungsplanung (IBS), der das Objekt bereits untersucht hat.
Voriges Jahr hatte sich der Förderverein gegründet, der die Kirchengemeinde bei der Sanierung vor allem finanziell unterstützen will. „Allein wären wir dazu auch nie in der Lage“, betonte Pfarrer Christian Kohler. Zumal beim Kirchenkreis derzeit auch andere Prioritäten wie Neuküstrinchen, Wriezen und die Kita Seelow anstünden. Selbst bei der Landeskirche sei der Unterstützungsfonds knapper. Vom kirchlichen Bauamt gebe es für die Notsicherung auf Antrag recht zeitnah grünes Licht, sagte Thamm. Fördermittel für die Sanierung könnte es aus dem ILE-Programm oder einem anderen Fonds geben.
Der Verein, neben seinem Vorsitzenden Peter Briesemeister mit einem halben Dutzend weiterer Mitglieder zur Beratung präsent, will weiterhin eifrig Spenden sammeln, die gemäß aktuellem Bedarf der Kirchengemeinde zur Verfügung gestellt werden. Diese sei aber alleiniger Bauherr, da mische sich der Verein nicht ein.