Eine Mieterin aus der Ringstraße in Bad Freienwalde hat am Abend des 20. März die Polizei über einen Anruf informiert, der über eine Handynummer bei ihr eingegangen sei. Der Anrufer erklärte, dass für vier Aufgänge eines Mehrfamilienhauses die Gefahr einer Gasexplosion bestünde. Die Polizei begann damit, die Mieter zu evakuieren und kontrollierte Anschlüsse im Keller, erklärte Polizeisprecherin Bärbel Cotte-Weiß am 22. März.
Als Gefahren für die Bewohner ausgeschlossen werden konnten, durften alle wieder zurück in die Wohnungen. Nun ermittelt die Kriminalpolizei. Als mutmaßlicher Anrufer sei inzwischen ein Tatverdächtiger aus Nordrhein-Westfalen identifiziert worden.
Kurios: In den Mehrfamilienhäusern in der Ringstraße gibt es keine Gasanschlüsse. Die Häuser werden per Fernwärme, also mit warmen Wasser, beheizt, das aus dem Heizkraftwerk kommt, das ebenfalls an der Ringstraße liegt. In der Wohnungsbaugesellschaft Bad Freienwalde (WoBaGe), einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft der Stadt, der die Häuser gehören, habe man nur aus der MOZ von dem Einsatz erfahren, hieß es. Weder Hausmeister noch Feuerwehr seien informiert noch beteiligt worden. Der Vermieter geht davon aus, dass nur ein kleiner Teil der 42 Wohneinheiten evakuiert worden sei. Der Einsatz habe nicht etwas mehr als eine halbe Stunde gedauert, bestätige die Polizeisprecherin.