Auch die Umstellung auf Digital-Funk erfordert Investitionen des Amtes, das für alle Feuerwehren neue Funkgeräte kaufen muss. Ferner verbessert das Amt in diesem Jahr mit 10 000 Euro die Löschwasserversorgung, indem gemäß einer Prioritätenliste neue Hydranten errichtet werden. Zudem saniert das Amt das Feuerwehrdepot in Freudenberg, wobei jedoch die Mitglieder der Feuerwehr kräftig mitanpacken und damit die Ausgaben drastisch senken. Das Feuerwehrdepot in Freudenberg bot den Einsatzkräften wenig Komfort. Umkleiden bei Temperaturen wie jetzt auf nacktem Betonboden ließen selbst hartgesottene Feuerwehrleute erzittern. Die einzige Toilette hatten die Brandschützer in Eigenleistung eingebaut.
Amtsdirektor Horneffer empfindet die interkommunale Zusammenarbeit mit dem Amt Barnim-Oderbruch und der Stadt Wriezen hinsichtlich der Feuerwehren als große Herausforderung. Ende Januar oder Anfang Februar sei die nächste Beratung angedacht. "Das ist ein großes Aufgabengebiet, das uns viel bringen kann", ist Horneffer überzeugt. Ziel des Amtes müsse dabei stets sein, die Daseinsvorsorge für die Bürger leisten zu können, Aufgaben zu erledigen, die die Bürger von ihrer Amtsverwaltung erwarten und Projekte auf den Weg zu bringen.
Dass die interkommunale Zusammenarbeit bereits funktioniert, könne jeder an zwei Projekten ablesen, sagte der Amtsdirektor: Die gemeinsame Kasse mit der Stadt Wriezen und das gemeinsame Energiekonzept.
Gleichzeitig laufe bereits die Zusammenarbeit mit der Stadt Cottbus. Das Amt hatte vergangenes Jahr entschieden, über das Rechenzentrum von Cottbus das vom Gesetzgeber geforderte elektronische Personenstandsregister zu realisieren. "Ich wünsche mir für die Zukunft, dass wir im Mittelbereich auf der Ebene der Hauptverwaltungsbeamten zur Sacharbeit zusammenkommen und nicht über die Presse kommunizieren", sagt Horneffer.