„Was soll man bei dem schönen Wetter zu Hause sitzen“, sagte Monika Hensel am Sonnabendnachmittag. Die Haselbergerin war mit der ganzen Familie an den Dornbuschsee zum Dorffest gekommen. „Hier gibt es doch für jeden etwas“, meinte sie und schaute glücklich ins Gesicht ihrer Enkeltochter Elma (4). Die hatte sich schminken lassen – als Tiger. „Das gefällt mir gut“, urteilte das Mädchen und schleckte genüsslich an seinem Eis.
Daran durften sich auch die acht Kinder der Kita „Apfelbäumchen“ aus Schiffmühle laben. Die hatten mit ihren Erzieherinnen Monique Laue, Kerstin Lücke und Heike Schröder das Festprogramm eröffnet. Dabei führten die Drei- bis Sechsjährigen unter anderem die Geschichte „Unter dem Pilz“ auf. Der Applaus kam prompt.
Die Schiffmühler Kita gestaltete zum ersten Mal das Programm mit. „Wir haben uns sehr gefreut, dass der Heimatverein uns gefragt hat und mal eine andere Kita dabei sein kann“, sagte Kita-Leiterin Johanna Gregorius gegenüber der MOZ. Am Sonnabend allerdings übernahm die 27-Jährige für den Heimatverein das Schminken der Kinder. Damit hatte sie alle Hände voll zu tun.
Ähnlich ging es Bernd Gesch und seiner Partnerin Diana Matylis. Der 59-Jährige hatte einen Parcours fürs Bogenschießen aufgebaut. Jung und Alt konnten sich versuchen. „Von sechs Jahren an bis ins hohe Alter“, meinte Bernd Gesch. Der gebürtige Bralitzer frönt diesem Hobby seit seinem zehnten Lebensjahr und ist mittlerweile dreifacher Weltmeister im Bogenschießen. Bei der jüngsten Europameisterschaft  in Oberwiesenthal landete er, wie er sagte, „auf dem undankbaren vierten Platz.“ Noch ist er in Berlin berufstätig. Doch sobald er Rente bezieht, wolle er zurück nach Bralitz kommen und vielleicht beim Schützenverein Schiffmühle eine Sektion Bogenschießen aufbauen. Am Sonnabend halfen er und seine Partnerin den Besuchern, den Bogen richtig zu halten, um möglichst viele Punkte zu erreichen. Auf stolze 24 kam unter anderem der Bralitzer Mike Köhler.
Dass am Abend bei Musik von DJ Jan Breitzke das Feuerwerk stattfinden konnte, darüber war Vereinschef Daniel Dahlke froh. Am Dienstag sah es noch danach aus, dass es hätte abgesagt werden müssen. Doch dann kam der Regen. Nicht nur die Natur atmete auf. Auch der 36 Mitglieder zählende Heimatverein, der wieder das Fest organisierte.