Nicht nur Wollenberger nutzten die Gelegenheit, einen Stand zu mieten, um alte Schätze wieder an den Mann oder an die Frau zu bringen. Auf der Freifläche am Ortseingang wurde unter dem Motto "Entrümpeln, Feilschen, los!" eine große Vielfalt von alledem angeboten, was bislang in Kellern, Schuppen, Garagen und auf Dachböden geschlummert hat.
"Jeder hat mal ein bisschen aufgeräumt und überlegt, was noch brauchbar ist", erzählt Brigitte Weprajetzky, Schatzmeisterin des Vereins. Sie hat sich einen der Stände reserviert und bietet handgemalte Bilder ihrer Schwiegermutter an. Außerdem hat die Schatzmeisterin Bekleidung und Gesellschaftsspiele mitgebracht, die noch gut erhalten sind, aber in der Familie nicht mehr gebraucht werden. "Die Bilder und die Spiele verkaufen sich gut", sagt Brigitte Weprajetzky. Die Wollenbergerin freut sich, dass sich so viele Einwohner aus dem kleinen Dorf für die Kirche einsetzen, die 750 Jahre alt und sanierungsbedürftig ist.
Mittlerweile ist eine Baugenehmigung erteilt worden. In den kommenden Wochen wollen der Architekt und die Kirchenverwaltung den Finanzierungsplan abstimmen. Im Sommer 2016 soll im ersten Bauabschnitt der Turm erneuert werden. "Er steht schief und das Holz ist morsch", sagt Siegfried Zschärlich. "Wir sind guter Hoffnung, dass die Kirche umfassend wieder in neuem Glanz erstrahlt."