Auf die Idee gekommen sei sie im vergangenen Jahr, während der Weihnachtszeit, als die "Arche" Strausberg Pakete für Bedürftige schnürte, berichtete Jessica Treptow-Klingen am Montag. "Doch das war mir zu unpersönlich." Da sei der Gedanke geboren worden, gezielter etwas für eine Einrichtung zu tun, die bedürftige Kinder und Jugendliche betreut. Und da sei man auf das HSI gestoßen.
Die Einrichtung betreut im stationären Bereich, also in Wohngruppen 121 Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre. Außerdem ist das HSI Träger von zwei Kitas mit 151 Plätzen und es versteht sich als Partner in der ambulanten Hilfe für die Familie. Zusätzlich gibt es ein betreutes Einzelwohnen für Mütter und Väter und ihre Kinder.
Dass sich die vom HSI betreuten Kinder und Jugendlichen über die Spende freuen werden, daran gab es am Montag keinen Zweifel. Neben einem Kickertisch und einem Trampolin können Dorette Pauls und der pädagogische Leiter des HSI, Torsten Schaffrath, solche Spenden verteilen wie Bücher, Gesellschaftsspiele, DVDs, Puppensachen, eine kleine Tafel und vieles mehr. Vor allem Gesellschaftsspiele kommen bei den Kindern gut an, weiß Dorette Pauls. Die Kinder würden es genießen, wenn sich jemand Zeit für sie nehme. Und das sei wichtig.
Wichtig ist auch die Bekleidung, die die Firma momox GmbH mit Sitz in Neuenhagen bei Berlin in insgesamt 16 Kartons beigesteuert hat. Darunter befinden sich Schuhe, Taschen, Kleidung für Kinder und Jugendliche bis 25 Jahre. "Manche Kinder, die zu uns kommen, haben nichts außer das, was sie auf dem Körper tragen", so die HSI-Geschäftsführerin. Gordon Eckert, momox-General Manager, sei von der Spendenaktion sofort angetan gewesen. Nachdem ein Mitarbeiter mit einem der Spendenaufruf-Aushänge zu ihm gekommen sei, habe er sofort den Kreisschulbeirat kontaktiert.
In vielen Stunden ihrer Freizeit sortierten Jessica Treptow-Klingen sowie Steffi Klopsteg, Sprecherin des Kreiselternrates, und ihre Stellvertreterin, Doreen Treske, die Spenden, die von vielen Eltern privat zur Verfügung gestellt wurden. Allerdings, so Jessica Treptow-Klingen, hätten einige die Spendenaktion genutzt, um sich ihres Mülls zu entledigen. Das sei weniger schön gewesen. Ansonsten habe sie sich über die große Resonanz gefreut. "Wir überlegen, die Aktion weiterzuführen. Dann aber gezielter", meint die Vorsitzende des Kreisschulbeirates.
Auch die Tafel in Strausberg ist in den Genuss von Kleiderspenden gekommen.