Damit nicht genug: Der Ex-Seelower Mariusz Wolbaum wurde zum besten Turnierspieler gekürt und Danny Grünberg heimste die Torjägerkrone ein. Mit einem ungefährdeten 4:2-Erfolg im Eröffnungsspiel gegen Gastgeber Blau-Weiß Wriezen durch Tore von Georges Mooh Dijke (2) und Danny Grünberg (2) bei Gegentreffern von Kilian Karpe sowie Sebastian Juhre startete der Pokalverteidiger verheißungsvoll in die Gruppenphase. Mit weiteren Siegen gegen Einheit Pankow (7:1) und dem 4:2 über den Schönower SV dominierten die Oderstädter die Gruppe A nach Belieben. Neben den Eisenhüttenstädtern erreichten die Wriezener dank der Erfolge gegen Schönow (3:1) und Pankow (3:0) das Halbfinale. Gruppendritter wurden die Uckermärker aus Schönow, die mit dem 5:3-Sieg gegen Pankow den Hauptstadtklub auf den letzten Platz verwiesen.
Spannender ging es in der Staffel B zu - zumindest, was den zweiten Platz hinter den mit neuen Punkten sicheren Sieger Fortuna Britz betraf. Mit vier Zählern behauptete sich letztlich die Wriezener Oldie-Elf, die sich zumeist aus Akteuren vergangener Jahre zusammensetzte. Angeführt von Matthias Schade, Daniel Stein und David Lehmann, gab es im Auftaktspiel gegen den Kreisligisten Wacker Herzfelde mit dem 0:0 einen eher holprigen Turnierstart zu verzeichnen. Der anschließende 3:2-Erfolg gegen die Truppe von Grün-Weiß Letschin, die mit dem Turniersieg beim Hallenturnier um den Wolfgang-Thiele-Gedächtnisturnier des SV Jahn Bad Freienwalde quasi noch im Sportdress direkt aus der Kurstadthalle anreiste, reichte den Wriezener Routiniers dann trotz der 0:4-Schlappe im Duell mit Fortuna Britz zum Einzug ins Semifinale. Zwar setzte sich Letschin zum Abschluss noch mit 4:0 gegen den Liga-Konkurrenten Herzfelde durch, doch zuvor unterlagen die Grün-Weißen Fortuna Britz mit 0:4. "Zwei Turniere an einem Tag sind dann doch wohl etwas des Guten zu viel", nahm Letschins durchaus ambitionierter Übungsleiter Thomas Adamski das Aus nicht weiter tragisch. Für die Wacker-Fußballer blieb mit der 1:4-Niederlage gegen Britz nur der vierte Gruppenrang.
Im ersten Semifinale schienen die Fortunen-Fußballer gegen Blau-Weiß Wriezen mit dem schnellen 2:0 durch Tore von Frank Ploen und Maximilian Roch bereits nach einer Minute dem sicheren Einzug ins Finale entgegenzusteuern, ehe die Blau-Weißen urplötzlich doch noch aus der Lethargie erwachten. Christopher Baatz und Kilian Karpe sorgten für den Ausgleich, ehe Sebastian Peters Britz erneut in Führung brachte. Allein: Die Freude währte nicht wirklich lang, da Kilian Karpe bereits im Gegenzug den 3:3-Endstand erzielte. Die abschließende Lotterie Neunmeterschießen führte die Fortunen ins Endspiel.
Das zweite Halbfinale zwischen dem FC Eisenhüttenstadt und den Wriezenern Oldies avancierte letztlich zur höchst einseitigen Angelegenheit. Nach lediglich 35 Sekunden hatte Danny Grünberg die FCE-Akteure in Führung gebracht und Mariusz Wolbaum erhöhte nur Augenblicke später auf 2:0. Als Nico Anders und nochmals Wolbaum auf 4:0 erhöhten, war der Widerstand der Blau-Weißen endgültig gebrochen und die weiteren Treffer durch Georges Mooh Dijke, Grünberg sowie Anders nur noch Makulatur.
Im "Duell der Enttäuschten", also im Spiel um Rang 3, besiegten die Wriezener Landesklasse-Spieler die Oldies durch Tore von Daniel Weber, Sebastian Juhre und Christian Heinze bei Gegentreffer von Stefan Hanf und Matthias Krüger mit 3:2.
Im Endspiel packte Pokalverteidiger Eisenhüttenstadt die Chance, den Vorjahrestriumph zu wiederholen, entschlossen beim Schopf. Allen voran Torsteher Martin Stemmler, der zunächst die 1:0-Führung erzielte und nach dem 1:1-Ausgleich durch den Britzer Schlussmann Erik Klein per Traumtor zum 2:1 den neuerlichen Vorsprung markierte. Mooh Dijke erhöhte auf 3:1 und das Endspiel war bereits fast gelaufen. Zwar verkürzte Robert Samuel nochmals auf 2:3, doch Danny Grünberg traf noch doppelt zum 5:2-Endstand und avancierte mit neun Treffern zum erfolgreichsten Torschützen.
Überaus zufrieden mit dem Turnierverlauf waren die Veranstalter Christian Wegner, Gunar Seidel, Nick Schröter sowie Vereins-Chef Peter Küster. Wegner: "Einer achten Auflage im nächsten Fußballwinter sollte eigentlich nichts im Weg stehen."
Nicht zuletzt lebte das Turnier von einer fast perfekten Organisation sowie den fehlerfreien Vorstellungen des Unparteiischen-Trios Robert Nitz, Christian Ballin (beide Victoria Seelow) und Tim Reinhold (Blau-Weiß Wriezen).