Fast 200 Seiten
188 Seiten umfasst der Gefahrenabwehrbedarfsplan der Stadt Wriezen, der nun den Ausschüssen zur Diskussion vorlag und in der kommenden Woche in der Stadtverordnetenversammlung Thema ist. Darin: Eine genaue Erfassung, wie geschützt wird, welche Schutzziele bestehen und wie Risiken minimiert werden können. "Davon abgeleitet wird, welche Struktur bei der Feuerwehr vorherrschen muss, welche Ausrüstung wichtig ist", erklärt Karsten Ilm. Auf der anderen Seite braucht die Verwaltung den Gefahrenabwehrbedarfsplan, der in enger Abstimmung gemeinsam mit den Kameraden erarbeitet wurde, um Investitionen bedarfsgerecht vorzunehmen. Auch um Fördermittelanträge zu stellen. "Und nicht zuletzt ist er eine Orientierungsleitfaden für die Abgeordneten und die Kameraden." Wo sind die Gefahren, wie muss Ausbildung organisiert werden.
Auch die Einsatzzeiten der Blauröcke wurden erfasst und analysiert. "Da sind wir super", lobt der Wriezener Bürgermeister. Wenn es allerdings um den Fuhrpark geht, macht sich der Investitionsstau der vergangenen Jahre bemerkbar. "Es zeigt sich, dass wir die nächsten Jahre viel zu tun haben", so Ilm. Da in dem Plan schwindelerregende Summen auftauchen, wird ohne Fördermittel nichts laufen. Froh ist die Stadt deshalb über die zwei in Aussicht gestellten Fahrzeuge. "Eine weitere Ausschreibung für ein Löschfahrzeug für Haselberg bereiten wir gerade vor."
Über acht Wehren und den Löschzug verfügt die Stadt. Das wird nicht so bleiben: In den Einsatzabteilungen ist zwischen 6 und 44 Feuerwehrleuten alles vertreten. Die Mindeststärke sieht jedoch eine Staffelstärke von zwölf Einsatzkräften vor. "Deshalb wird die Zusammenarbeit von Altwriezen/Beauregard und Eichwerder vertieft und die Rathsdorfer müssen sich auf den Löschzug Wriezen orientieren", so Ilm. Auch Biesdorf und Lüdersdorf müssen enger zusammenrücken. "Kräfte zu bündeln ist eine Herausforderung, der wir uns stellen müssen", weiß Ilm um die Sprengkraft.
Der Amtsausschuss von Falkenberg-Höhe hat den Entwurf als Arbeitsgrundlage bereits zu Beginn des Monats bestätigt. Nun sind in der kommenden Woche die Abgeordneten der Städte Wriezen und Bad Freienwalde sowie des Amtes Barnim-Oderbruch gefragt.

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