Schon in der Einwohnerfragestunde ging es um die Pflegemaßnahmen von Bäumen in der Gartenstraße in Leuenberg, die ein Anlieger als wenig gelungen bezeichnete und die Frage stellte, wer für diese Maßnahmen verantwortlich sei. "Gibt es dafür einen Beschluss vom Amt? Dann möchte ich diesen sehen", so seine Forderung.
"Das war ein freiwilliger Arbeitseinsatz Leuenberger Bürger unter fachkundiger Anleitung", erklärte Höhenlands Bürgermeister Karsten Eschner dazu. "Die Maßnahmen sind so erfolgt, wie sie notwendig waren und die Bäume sind jetzt in einem besseren Zustand als vorher", so Leuenbergs Ortsvorsteher Ingo Michalski. "Wir hatten doch darüber geredet und alles geklärt. Ich weiß gar nicht, was Sie jetzt noch wollen", machte  Michalski sich Luft. "Ich suche keine Konfrontation, aber ich bezweifel, dass die Maßnahmen so hätten durchgeführt werden dürfen", zog der Anwohner die Rechtmäßigkeit des Arbeitseinsatzes in Zweifel.
"Für die notwendigen Baumpflegemaßnahmen fehlt uns ein fünfstelliger Betrag im Haushalt. Ich bin enttäuscht, wenn Leute, die diese Arbeiten unter fachlicher Anleitung in Eigeninitiative übernehmen hinterher für ihr Engagement kritisiert werden", machte Enrico Radeke deutlich, was er von solchen Aussagen hält.
Damit war das Thema Bäume noch längst nicht durch. In der Hauptstraße in Wölsickendorf, die von der Bundesstraße B185 aus ins Dorf führt, steht eine Allee aus Apfelbäumen, die der Gemeinde gehören und von denen viele offenbar nicht mehr zu erhalten sind. "22 der 42 Bäume müssen gefällt werden, da sie durch den Mistelbefall zu stark geschädigt sind", erläuterte Karsten Eschner den Sachstand. Dies sei die Auskunft von Bauamtsleiter Thomas Bartels im Amt Falkenberg-Höhe, der auch für die Baumpflege zuständig ist.
Bartels Vorschlag sei, die Stubben der abgesägten Bäume als eine Art Insektenhotels stehen zu lassen und statt Apfel- Birnbäume zu pflanzen, die widerstandsfähiger gegenüber Misteln seien. Außerdem befürworte Bartels, die Straßenbankette nur so weit zu mähen, wie unbedingt vorgeschrieben, um der Artenvielfalt Raum zu geben. Der Ortseingang solle nicht so verlottert aussehen, erklärte Enrico Radeke dazu und hatte die Mehrheit auf seiner Seite. Vier Gemeindevertreter lehnten die Beschlussvorlage ab, vier enthielten sich.