Ihren letzten Schultag vor den Herbstferien haben die 130 Mädchen und Jungen der Grundschule „Auf der Höhe“ zum Tag der Helfer erkoren. Amtsfeuerwehr, DRK und Polizei hatten neun Stationen für die Schüler aufgebaut, die sie klassenweise aufsuchten.
„Die Kinder sollen lernen, wie sie sich bei bestimmten Notfällen zu verhalten haben“, beschrieb Jana Möller, Leiterin der Grundschule „Auf der Höhe“ in Heckelberg, das Ziel dieses Aktionstages. „Die Kinder üben, wie sie einen Notruf an die Leitstelle abgeben müssen.“ Ferner vermittelten ihnen die Helfer einen ersten Eindruck in Erste Hilfe, damit sie bei kleinen Unfällen sensibilisiert sind, sich richtig zu verhalten und nicht einfach wegzulaufen, so die Schulleiterin. Für die Bildungsstätte sei es das erste derartige Projekt. Geplant sei es schon lange, um den Kontakt zu den Rettern zu vertiefen.
Von Vorteil dabei ist, dass das Feuerwehrgebäude direkt neben der Schule liegt. Dort warteten Thomas Alberti, Mandy Luft und Dennis Falk von der Heckelberger Feuerwehr auf die Schüler. Zu Demonstrationszwecken hatten sie Geräte wie verschiedene Spritzen vorbereitet, um den Kindern die Funktion zu erklären. Doch vor allem das große Tanklöschfahrzeug auf W 50-Basis fand das Interesse der Kinder. Mit großen Augen verfolgten sie wie Dennis Falk, Jugendwart der Heckelberger Feuerwehr, die Spritze auf dem Dach in Gang setzte. Der Wasserstrahl reichte fast zu dem großen Wohnblock auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Drei weitere Feuerwehrfahrzeuge moderner Bauart standen zum Anfassen auf dem Schulhof bereit.
Florian und Friedolin heißen die großen Handpuppen, mit denen Claudia Hendler von der Feuerwehr Brunow die Kinder in der Aula spielerisch auf das Thema Feuerwehr und Retten vorbereitete. Henry Müller, Mitglied der Feuerwehr Falkenberg und Mitarbeiter des Rettungsdienstes, übte mit den Schülern, wie sie einen Notruf absetzen. Dazu nutzten sie ein Funkgerät. Im benachbarten Klassenzimmer saß ein weiterer Feuerwehrmann am Funkgerät, der die Leitstelle simulierte. Müller übte mit den Schülern die „5-W-Fragen“: Was ist passiert? Wo ist es passiert? Wie viele Verletzte? Welcher Art sind die Verletzungen? Wer meldet den Unfall?
Beim DRK hatten Rettungsassistentin Elke Meister, Schwester Renate Chachaj und Krankenpflegeschüler Hannes Möller alle Hände voll zu tun. Sie schminkten den Kindern Wunden auf die Arme, die sie dann verbanden. „Wir zeigen hier ein bisschen Erste Hilfe, wie man jemand in die stabile Seitenlage bringt und man einen Notruf absetzt“, erklärte Elke Meister.
In der Turnhalle gab es einen Wettbewerb. Die Kinder mussten einen Parcours bewältigen, aber in Feuerwehrmontur.„Das war ganz schön schwer“, sagte Cedric Schmidtke aus Klasse 4. Aber trotzdem machen die Übungen Spaß, so MitschülerMarius Labuschewski.
„Wir danken der Schulleiterin, dass wir hier herkommen durften“, so Fabio Acquarone. Der Dannenberger ist der neue Amtsjugendwart, er löste Felix Pezenburg ab, der zum Studium nach Hamburg zog. Acquarone hofft, Schüler für die Jugendfeuerwehr zu begeistern