„Wir setzen eine Idee um, die wir schon lange in den Köpfen haben“, sagte Jörg Schleinitz bei einer Pressekonferenz am Betriebssitz der Barnimer Busgesellschaft (BBG) in Bad Freienwalde. Schleinitz ist im Wirtschaftsamt des Landkreises Märkisch-Oderland für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zuständig. Viele Bürger erinnerten sich gerne daran, dass es diese Linie schon mal zu DDR-Zeiten gab, sagte Schleinitz. Der Amtsausschuss von Falkenberg-Höhe habe beschlossen, dass diese Linie von der Barnimer Busgesellschaft realisiert werden solle. „Wir haben vor allem an Senioren gedacht, die zum Einkaufen und zu Fachärzten nach Bernau fahren können“, so der Mitarbeiter der Kreisverwaltung. Das Angebot sei so gestrickt, dass die Fahrgäste von Bernau zum Klinikum Buch weiterfahren können. Für die Höhendörfer sei traditionell Bernau die Einkaufsstadt und nicht Eberswalde, betonte Schleinitz, der in Wölsickendorf als ehrenamtlicher Ortsvorsteher wirkt und daher weiß, wie die Höhenländer ticken – im Gegensatz zu den Falkenbergern, die eher die Barnimer Kreisstadt ansteuern.
Dass in den Ferien der Bus dienstags und donnerstags fährt, liege daran, dass an diesen Tagen in Bernau Markttag ist. „Wir schaffen mit diesem Angebot eine kreisübergreifende Buslinie, die jedoch ausschließlich vom Landkreis Märkisch-Oderland finanziert wird“, so Schleinitz. Obwohl auch die Bernauer, die ins Grün wollen, von der Buslinie profitieren könnten. Denn das Fahrzeug fährt von Bernau um 9.50 Uhr zurück nach Heckelberg, Ankunft 10.22 Uhr. Sie hätten die Möglichkeit um 12.36 Uhr zurück nach Bernau zu fahren.
Sollten die Fahrgäste die Linie annehmen, werde auch über eine Erweiterung des Angebots nachgedacht. So könnte beispielsweise noch mal ein Bus am Abend fahren, damit sich ein Ausflug mit der S-Bahn von Bernau nach Berlin lohnt. Der Einzel-Fahrpreis beträgt 3,90 Euro, die Tageskarte kostet 7,80 Euro.
„Wir realisieren den Bus über unsere Line 887“, sagte Alexander Greiffenberg, Verkehrsleiter der BBG. Die Linie führt regulär von Bad Freienwalde über Leuenberg, Heckelberg, Tiefensee nach Werneuchen. Landkreis und BBG hoffen, dass die Fahrgäste das Angebot annehmen. Denn die Linie finanziere sich nicht allein aus dem Zuschuss des Landkreises, sondern aus dem Fahrkartenverkauf, erklärte BBG-Geschäftsführer Frank Wruck.
„Wir kämpfen seit langem für eine Buslinie nach Bernau“, sagte Ronald Buchholz, Ortsvorsteher von Freudenberg. Die Gemeinde Beiersdorf-Freudenberg favorisiert einen Wechsel in Richtung Bernau, sollte das Amt Falkenberg-Höhe weiter an Einwohnern verlieren und deshalb an die Stadt Bad Freienwalde angeschlossen werden.
Fahrpläne für die Buslinie liegen als Faltblatt in allen öffentlichen Gebäuden des Amtes Falkenberg-Höhe aus und sind den Fahrplanaushängen an den Bushaltestellen zu entnehmen. Weitere Informationen im Internet unter www.bbg-eberswalde.de