Der Berliner Holger Kodim (57), der bei der Deutschen Reichsbahn (DR) das Eisenbahnhandwerk vom Schrankenwärter bis zum Lokführer gelernt hat, ist davon überzeugt, dass das Projekt gelingt. „Wir, die Nostalgieeisenbahnvereine Ostdeutschlands, wollen im Land Brandenburg eines der größten gemeinnützigen Eisenbahnprojekte Deutschlands starten“, kündigt er an. Mit der gemeinnützigen Eisenbahnstiftung werde das brachliegende und zum Teil abgebaute Schienennetz wiederbelebt, wiederaufgebaut und zur touristischen Nostalgieeisenbahn entwickelt, erklärt Kodim, der sich als „echter Eisenbahner mit viel Erfahrungen im Eisenbahnbetriebsdienst und im Bereich  der Schienenfahrzeuge der DR“ bezeichnet.
„Durch attraktive historische Züge, attraktive Zugverbindungen und romantische Zugfahrten wollen wir wieder mehr Reisende von der Straße auf die umweltfreundliche Schiene holen und damit den Tourismus auf dem Land stärken“, sagt Kodim. Schwerpunkte liegen in erster Linie im Ausflugs-, Tourismus- und Urlaubsverkehr, aber auch ein regulärer bedarfsorientierter Eisenbahnverkehr sei auf den Nostalgie-Strecken geplant.
Eine Bahnreise in einem historischen Zug sei ein Erlebnis. Touristische Nostalgieeisenbahnen wie die Rügensche Bäderbahn „Rasender Roland“ seien bei Urlaubern sehr beliebt. „Mit unserem Vorhaben werden diese Bahnen rasch zunehmen und neue Perspektiven in den ländlichen Regionen schaffen“, versichert Kodim. Das Projekt sei auf 50 Jahre ausgelegt. In den ersten 20 Jahren werde sich die Stiftung auf Ostdeutschland konzentrieren, weil es dort großes Potenzial gebe.
Für Bad Freienwalde werde eine direkte Bahnverbindung von Spandau über Berlin Gesundbrunnen (Nordkreuz), Lichtenberg, Werneuchen, Wriezen, Bad Freienwalde nach Oderberg mit eventuellem Wiederanschluss nach Angermünde umgesetzt. Ebenso sei eine Bahnverbindung von Bad Freienwalde nach Hohenwutzen geplant. Anderseits werde langfristig gesehen, die auch geplante alte Oderbruchbahn von Müncheberg  in Bad Freienwalde enden. Damit werde der Bahnhof der Kurstadt wieder Umsteige- und Knotenbahnhof.
Ziel sei es, 100 000 Euro für die Stiftung zu sammeln und Fördergelder aus dem Leader-Programm und den Denkmalhilfe zu beantragen. Denn um Land zu kaufen, Schienen zu verlegen und alte Züge zu kaufen oder nachzubauen, braucht die Stiftung Geld.
Furore machte Kodim zuletzt in Eberswalde mit seinem Vorschlag, die mehr als 20 Jahre still gelegte Bahn zwischen Eberswalde und Finowfurt wiederzubelebenn.