Mehr als 10.000 Euro Schaden haben Motorradfahrer mit ihren Crossmaschinen bereits im Bad Freienwalder Stadtforst verursacht, berichtete Christoph Naß, Leiter des Forst-, Baum- und Kommunaldienstes der Stadt Bad Freienwalde, im Rahmen einer Vortragsveranstaltung. Die Fahrer seien wegen fehlender Kennzeichen an den Motorrädern und wegen ihrer Helme nicht zu identifizieren, erklärte Naß. Beim Versuch, einen der Fahrer zu stoppen, sei dieser ihm fast über den Fuß gefahren. Das Fahren mit Fahrzeugen, die zugelassen werden müssen, sei im Wald verboten, bekräftigte er. Zeugen hätten Autos mit Anhängern für Motorräder am Waldrand gesehen. Diese kämen sogar aus Rathenow, Rostock und anderen Städten, um über die Waldwege in Bad Freienwalde zu heizen. Mit den Motorrädern verursachten die Fahrer tiefe Rillen in den Wegen. Darüber hinaus treiben die Maschinen durch den Lärm das Wild von den eher unzugänglichen Gebieten des Stadtforstes in den bewirtschafteten Teil. Dies sei verbunden mit einer Zunahme von Schäl- und Verbissschäden, betont der Stadtförster.
Viele Informationen bekommt der Stadtförster von Bürgern, die sich beim Waldspaziergang gestört fühlen. Häufig komme die Meldung viel zu spät, um noch etwas unternehmen zu können. „Ich appelliere, Zivilcourage zu zeigen und Anzeige zu erstatten“, fordert Naß die Bürger auf. Die Motocross-Fahrern wüssten, dass ihre motorisierten Ausflüge illegal sind, ihnen sei aber auch klar, wie schwer sie zu erwischen sind. Naß will ihnen zusammen mit der Polizei das Handwerk legen.