Das letzte große Projekt an dem sie maßgeblich beteiligt gewesen sei, war der Erhalt des maroden Lehmhauses in Beerbaum für den Kurmark-Verein. Die Mitglieder hatten das alte Haus saniert, um es in etwa wieder so aufzubauen, wie es vor 200 Jahren ausgesehen haben soll. Sophie von Dönhoff hatte das Gut Beerbaum im Jahre 1805 erworben. Das Besondere an dem Haus sei die Wella-Bautechnik, eine alte Lehmbautechnik, gewesen.
Damit verfolgte sie ein wichtiges Ziel des 1998 gegründeten Vereins, der sich um historische Gebäude und die Umnutzung historischer Bausubstanz bemüht, wie Otto Schack erklärte. Heute nutzt der Kurmark-Verein das Haus als Museum und es ist gleichzeitig das wichtigste Ausstellungsobjekt.
Außerdem führte Ruth Naumann für den Verein Protokoll und war dank ihres Wissens im Bereich Grafikdesign an der Gestaltung diverser Prospekte beteiligt.
Die studierte Bauingenieurin wurde laut Otto Schack am 30.Oktober 1957 in Neuwustrow im Oderbruch geboren. Vor etwa zehn Jahren sei sie zusammen mit ihrem Mann von Eberswalde nach Ackermannshof gezogen, wo sie kurz danach dem Kurmark-Verein beitrat, berichtete Otto Schack.
Neben ihrem Einsatz im Kurmark-Verein sei die Mutter zweier Söhne auch im Sportverein Kruge/Gersdorf aktiv gewesen. "Und alternative Ernährung lag ihr am Herzen", so Schack. Die ausgebildete Gesundheitsberaterin, die sich seit 2005 ärztlich geprüfte Gesundheitsberaterin nennen durfte, vermittelte den Teilnehmern in Kursen wie wie gesund gekocht und gebacken wird. Genauso kannte sie sich auch in der Pflege von Haut und Haaren aus. Bevor sie in die neue Branche eingestiegen war, arbeitete sie als Leiterin der Eberswalder Beton- und Baustoffprüfung GmbH. "Ich mache das nicht, um Geld zu verdienen", hatte sie einmal gesagt. Ihr ging es vor allem darum, Menschen auf ihrem Weg zu einer bewussteren Lebensweise zu begleiten. So wie für ihre Tätigkeit als Gesundheitsberaterin war sie in vielen anderen Bereichen mit voller Tatkraft im Einsatz.