Am 24. Juni 1922 gegen 11 Uhr vormittags wurde Reichsaußenminister Walther Rathenau im offenen Wagen durch eine Handgranate und mehrere Schüsse getötet. Das Attentat verübten Anhänger der rechtsextremen Organisation Consul. Die beiden Täter, der 23-jährige Kieler Jurastudent und ehemalige Marineoffizier Erwin Kern und sein Komplize Hermann Fischer, ein 26-jähriger Maschinenbauinge-nieur aus Chemnitz, konnten am 17. Juli 1922 auf der Burg Saaleck nahe Bad Kösen gestellt werden. Bei dem Schusswechsel wurde Kern durch eine Polizeikugel tödlich getroffen, Fischer nahm sich daraufhin das Leben. Ernst Werner Techow, der den Wagen fuhr, wurde mit 15 Jahren Zuchthaus bestraft.
Der Schriftsteller Gunnar Kunz, Autor mehrerer Kriminalromane aus der Zeit der Weimarer Republik, hat das Ereignis in einen spannenden Krimi verpackt und Realität sowie Fiktion geschickt miteinander verwoben. "Gunnar Kunz wird aus dem Roman lesen und wir werden über seine Krimi-Reihe aus der Weimarer Republik sprechen", sagte Anne Wellingerhof, Leiterin des Regionalbüros Berlin-Brandenburg und Geschäftsführerin der Karl-Hamann-Stiftung.
Die Veranstaltung beginnt um 11 Uhr im Schloss. Maria Trömel gibt am Klavier einen musikalischen Auftakt. Danach folgen die Grußworte von Anne Wellingerhof, Ralf Lehmann (parteilos), Bürgermeister der Stadt Bad Freienwalde, Gernot Schmidt SPD), Landrat von Märkisch-Oderland, und Martin Neumann, forschungspolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion und stellvertretender Landesvorsitzender der FDP Brandenburg.
Reinhard Schmook wird seinen Gästen anschließend die Fortschritte bei der Ausgestaltung des Schlosses zeigen. Daran anschließend gibt es einen Ausschnitt aus "Organisation C" mit anschließender Diskussion.
Da die Veranstaltung mit öffentlichen Mitteln gefördert wird, steht sie allen Interessenten zur Teilnahme offen; Anmeldung unter Telefon 0331 7019194.