Die Bürger für die Kommunalpolitik begeistern, das ist Wriezens Stadtverordnetenvorsteher Peter Küster (FDP) ein Anliegen. Nachdem er das Amt ab 2011 schon einmal bekleidet hatte, wurde er 2019 wieder gewählt. Mit aller Deutlichkeit: 18 Ja-Stimmen. Fraktionsübergreifend.
Über Parteigrenzen hinweg
Die Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg, liegt dem 49-Jährigen dabei besonders am Herzen. "Zum Wohl der Stadt und der Wriezener", wie er sagt. "Wir müssen auch bei strittigen Themen zusammen halten und für die Region etwas machen, Dinge vorantreiben." Und zum Beispiel Alleinstellungsmerkmale herausarbeiten. "Wir haben in vielerlei Hinsicht Potenzial", ist Peter Küster überzeugt. Egal, ob es den Tourismus anbelangt, Kunst und Kultur oder die Bildungseinrichtungen der Stadt. Doch: "Nur im Miteinander können wir das Optimalste für die Kinder und Jugendlichen herausholen", unterstreicht Peter Küster.
Hauptberuflich kümmert er sich als Kita-Leiter der AWO-Einrichtung "Marie Juchacz" am Schützenplatz um das Wohl der Kleinsten in der Stadt. Eine wichtige Aufgabe, die der Stadt gut zu Gesicht steht, findet Küster. Den Bildungscampus voranzutreiben und die gute Zusammenarbeit zwischen den Kitas der Stadt auch auf die Schulen zu übertragen, daran ist ihm gelegen.  Auch die Feuerwehr hat er im Fokus, deren Kooperation untereinander. "Denn sie sind der Ausgangspunkt für viele Aktivitäten in den Ortsteilen." Ebenso, wie die Vereine Leben in die Stadt bringen. Deshalb dürften weder das Stadion noch ein Turnhallen-Neubau aus dem Blick geraten, findet der Kommunalpolitiker. "Wir haben in der Stadtverordnetenversammlung das Potential, etwas zu bewegen", formuliert die anstehenden Aufgaben für 2020.
Bei den Kommunalwahlen sei es definitiv um Personen gegangen, findet Peter Küster. Dass es weder eine SPD-Fraktion noch die Linke im Stadtparlament im neuen Jahr geben wird, bedauert er. "Das ist für Brandenburg sehr untypisch. Und auch für Wriezen", so Küster. Zu selten seien zurückliegend höher gestellte Politiker in der Stadt und den Ortsteilen zu sehen gewesen. "Wahrscheinlich haben wir hier zu wenig Einwohner." Dafür sei seine FDP – entgegen dem Landestrend – nach wie vor ein starker Vorposten.
Wohlstand hielt Einzug
Als deutlichsten Unterschied zur vorvergangenen Wahlperiode, in der er ebenfalls den höchsten Posten im Stadtparlament bekleidete, sieht er den relativen Wohlstand, der in der Region Einzug gehalten habe. Auch seien die Arbeitslosenzahlen deutlich gesunken. Und das kommunalpolitische Interesse sei geweckt worden bei den Wählern. Deutlichstes Zeichen dafür sei ein nun immer gut gefüllter Zuschauerraum bei den Stadtverordnetenversammlungen. "Schon das ist ein Erfolg", findet Küster. Und das liege eben nicht nur an den verhandelten aktuellen Themen. "Es hat sich viel getan", so seine Bilanz.