„Das zweite Jahr der Pandemie war noch anstrengender als das erste“, zieht Holger Horneffer, Amtsdirektor des Amtes Falkenberg-Höhe, Bilanz. Corona beschäftigte erneut die Menschen und die Verwaltung. „Das Jahr begann mit Schulschließungen, Kita-Notbetreuung und Wechselunterricht“, erinnert sich der Amtsdirektor. Dies betraf zwei Grundschulen in Falkenberg und Heckelberg sowie die fünf Kitas in Falkenberg, Kruge, Leuenberg, Heckelberg und Freudenberg. Träger der Kitas Falkenberg und Kruge ist die Gemeinde, die drei anderen haben freie Träger.

Wohlgefühl im Sommer mit Einschränkungen

Weil Mitarbeiterinnen der Kita „Kruger Spatzen“ erkrankt sind, musste die sogar jetzt Einrichtung schließen. „Im Sommer fühlten wir uns zwar wohl, weil wir geimpft waren, aber so richtig besser geht es uns nicht“, fasst der Amtsdirektor die Grundstimmung zusammen. „Der Corona-Stab im Amt tagte alle zwei Tage“, fügt er hinzu. „Die Zusammenarbeit toll. Wir halten das Amt ständig am Laufen, keiner ist bisher ausgefallen“. Der Amtsdirektor dankt allen Mitarbeitern in der Verwaltung, in den Schulen und Kitas. „Es hat einfach alles funktioniert.“ Ein großes Dankeschön richtet er auch an die ehrenamtlichen Wahlhelfer, die er Corona-bedingt nicht zur üblichen Wahlhelfer-Party einladen konnte.

Fast jeden Montag eine neue Corona-Verordnung

Die Schwierigkeit sei gewesen, dass es fast jeden Montag eine neue Corona-Verordnung gegeben habe, die die Amtsverwaltung umsetzen musste. Wenn Montag oder Dienstag die Ministerpräsidentenkonferenz tagte, seien die Ergebnisse freitags beim Landkreis und montags in der Amtsverwaltung angekommen. „Wir als Hauptverwaltungsbeamte haben die Aufgabe, sie umzusetzen“, erklärt der Amtsdirektor. „Es war alles nicht schön, wir haben es trotzdem gut hinbekommen“, erklärt Horneffer. „Wir hatten zwar weniger Termine, aber mehr Arbeit“, sagt er und lobt die Zusammenarbeit der zwei Städte und zwei Ämter im Mittelbereich Bad Freienwalde. „Es hat keiner etwas gemacht, ohne den anderen zu informieren.“

Impftage im Amtsgebäude gut angenommen

Gut angenommen worden seien die beiden Impftage im Amtsgebäude in Falkenberg, wobei mehr als 600 Menschen gegen das Corona-Virus geimpft worden seien. „Wir konnten dann in den Dörfern wieder Subbotniks machen und in einem gewissen Rahmen an der frischen Luft Gemeinschaft zulassen“, blickt Holger Horneffer zurück. Die Impfungen seien der Türöffner für kleiner Veränderungen gewesen.

Ehrenappell an der frischen Luft

Die Jahreshauptversammlung der Feuerwehren sei in der großen Form nicht möglich gewesen. Der Ehrenappell habe an der frischen Luft stattgefunden. Beförderungen und Qualifizierungen gab es pro Löschzug, Ausbildung der Feuerwehren verlief innerhalb der Löschgruppen.
Das Amt konnte 2021 nach 16 Jahren die Weichen für den Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses in Leuenberg stellen. Der zuständige Staatssekretär übergab am 27. August den Förderbescheid, kurz vor Weihnachten war erster Spatenstich, freut sich der Verwaltungschef. Der sollte eigentlich schon im Sommer sein. Aber das Katasteramt des Landkreises habe lange für die Teilung des kommunalen Grundstücks gebraucht, auf dem das neue Gebäude errichtet werden soll. Das Amt habe zudem neue Löschbrunnen an der Schule Falkenberg, in Gersdorf, Leuenberg und Wölsickendorf errichtet.

Weniger Sitzungen der Gemeindevertreter

Die Gemeindevertretersitzung fanden alle in Präsenz statt, seien aber zahlenmäßig herunter gefahren worden. Der Vertrag mit dem Landesbetrieb Straßenwesen zum Radweg entlang der B 167 von Falkenberg nach Bad Freienwalde steht, zählt Horneffer auf. Es gebe eine Finanzierungszusage und 2022 werden alle Planungsschritte durchgezogen. Zum möglichen Baubeginn wollte er sich nicht äußern.
In Sachen Wriezener Bahn arbeite Team Red Deutschland GmbH bereits an der Machbarkeitsstudie, freut sich der Amtsdirektor. Anfang November sei der Startschuss für das Los der Telekom für den Internetausbau über die Bühne gegangen, sodass Heckelberg-Brunow, Beiersdorf-Freudenberg, Höhenland und die Grundschule Heckelberg auf Internet hoffen können. Die Arbeitsgruppe „Zentralhort Heckelberg“ arbeitet an dem Projekt, weil Kinder an 2025 einen Rechtsanspruch auf Hortbetreuung haben, das heißt acht Stunden Ganztagsbetreuung für die Schüler der ersten bis vierten Klassen.

Baustart am Kulturhaus Kruge kommendes Jahr

Der Ausbau der Kulturhauses Kruge beginne kommendes Jahr. 800.000 Euro wurden in disem Jahr zugesagt. Auf den Weg gebracht sei auch die Arztpraxis Heckelberg, die in die alte Kita einziehen soll. Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Oderland habe ein positives Votum abgegeben, so der Amtsdirektor. Auch der Digitalpakt Schule ist auf den Weg gebracht. Im Gegensatz zur Stadt Bad Freienwalde sprach sich der Amtsausschuss dafür aus, auch Tablets für die Lehrer anzuschaffen. Neue Computer gab es auch fürs Amt, wo die gesamte Hardware ausgetauscht wurde.
Beim Anbau der Kita Freudenberg sei der Rohbau jetzt fertig. In Leuenberg wurden Gartenstraße und Knödelallee ausgebaut. In Steinbeck wurde die Planung für die Seestraße auf den Weg gebracht.

Dorfteich Wölsickendorf Modellprojekt

Nicht geklappt habe die Förderung für die Sanierung des Dorfteichs Dannenberg. dagegen sei der Dorfteich Wölsickendorf Modellprojekt, wobei mit einen biotechnischen Verfahren organische Substanz abgebaut werden soll.
Grußbaustelle in Falkenberg ist die Kita, der Hort konnte fertiggestellt werden.
In Beiersdorf konnten die Arbeiten am Taschenberg beenndet werden, die Häuser stehen schon. Gebaut worden sei auch die Kurze Straße in Beiersdorf und die Dorfteichsanierung in Freudenberg ist fortgesetzt worden.