"Der erste Film wird ,Zwei Missionare’ sein", erzählt Noack dazu. Okay, das geht dann wohl auch im Gemeindegarten. Der zweite Film des Abends wird dann "Plattfuß in Afrika" sein.
Übrigens: Wer in einem T-Shirt von Bud Spencer oder Terence Hill erscheint, bekommt einen Teller Bohnen mit Speck spendiert. Der gehört zu den Spencer-Hill-Filmen dazu, wie das Amen in der Kirche – um im Bild zu bleiben. Das passende Rezept dafür hat sich Stefan Noack im Internet besorgt, vorher bereits zur Probe gekocht und für lecker befunden.
Auch wenn die Regeln, die wegen der Corona-Pandemie aufgestellt wurden, ab heute in Brandenburg stark gelockert werden, wird Stefan Noack bei seinem Freilicht-Kinoabend dennoch auf Abstand achten. Auch, wenn er sich sehr freut, dass die Filmabende, die pausieren mussten, nun wieder stattfinden können, will er es nicht gleich übertreiben. 50 Besucher maximal dürfen die Klamauk-Prügel-Orgien am Sonnabend miterleben. Nach den Beschränkungen der vergangenen Monate wird also eventuell auch der ein oder andere Gast kommen, der mit Bud Spencer gar nichts am Hut hat, sich aber einfach mal wieder auf einen Kinoabend freut – ganz egal, was da über die Leinwand flimmert. Da ist es vielleicht besser, rechtzeitig da zu sein.
An diesem Tag ist übrigens auch Sommeranfang, also der längste Tag des Jahres. Deshalb beginnen die Filmvorführungen auch erst um 20.30 Uhr. "Da ist es dann zumindest schon ein wenig schummrig", so der Macher des Filmabends. Einlass wird bereits ab 19.30 Uhr sein, zur Unterhaltung wird dann ein Musiker aus der Region ein paar Takte spielen. Wer das sein wird, verrät Stefan Noack allerdings noch nicht – ein wenig Überraschung muss ja auch sein. Die Zwei Missionare hat Noack übrigens selbst ausgesucht, Plattfuß in Afrika machte das Rennen bei einer Abstimmung im Internet.
Die Veranstaltung werde etwa bis 0.30 Uhr dauern, erzählt der Organisator. Bis ein Uhr habe er die Genehmigung von der Stadt. "Das ging sehr schnell, innerhalb einer Woche waren alle Anträge eingereicht und die Genehmigung erteilt", freut sich Noack über das unkomplizierte Verfahren von Seiten der Verwaltung. Komplizierter sei es da mit den Genehmigungen der Verleihfirmen gewesen. Nicht etwa, weil diese sich gegen eine Vorführung der Filme gesträubt hätten, sondern weil die Rechte für die Filme mit Bud Spencer und Terence Hill bei mehreren Verleihfirmen liegen. "Ich musste erstmal herausfinden, wer die Rechteinhaber der beiden Filme sind", erzählt Noack von der Arbeit, die er im Vorfeld hatte, bis der Filmabend in trockenen Tüchern war. Nachdem er die zuständigen Verleihfirmen herausgefunden hatte, sei es dann aber auch ganz schnell gegangen.
Apropos trocken und warm. Da die Veranstaltung im Freien stattfindet und es abends ja mitunter frisch werden kann, bittet Stefan Noack alle Besucher, sich Decken oder warme Kleidung zum Überziehen mitzubringen, damit niemand frieren muss. Das gleiche gilt für Getränke. "Einen Getränkeverkauf wird es nicht geben, das wäre jetzt zu viel Aufwand gewesen", so Noack. Wer also Etwas zu Trinken oder auch eine Tüte Popcorn zum Film genießen möchte, muss sich selbst versorgen.
Der Eintritt ist übrigens frei, Spenden werden aber gerne genommen. Schließlich finanziert sich so ein Filmabend auch nicht von alleine. Für Noack ist es vor allem der Spaß am Kino, der ihn diese Filmabende organisieren lässt. Das Filmfieber brach bei ihm schon als Kind aus und ist bis heute nicht abgekühlt. Sollte Corona nun tatsächlich unter Kontrolle sein und keine zweite Welle über das Land rollen, dann stehen auch schon weitere Termine für Filmabende fest.

Weitere Filmabende terminiert


Mit zwei Filmen von Bud Spencer und Terence Hill startet Cineast Stefan Noack am Sonnabend seine Reihe von Kinoabenden, die wegen der Corona-Krise ausgesetzt werden mussten, neu. Weitere Abende sind schon fest terminiert. So ist die nächste Veranstaltung für den 22. August geplant. "Der Baulöwe", der letzte Film mit Rolf Herricht aus dem Jahr 1980 steht dann auf dem Programm. Am 24. Oktober folgt ein Abend mit "Spur der Steine" von 1966 mit Manfred Krug. Und am 7. November läuft dann unter der Kategorie "Der besondere Film" der Streifen "Ehe im Schatten" mit Paul Klinger und Ilse Steppat aus dem Jahr 1947. Weitere Abende sollen folgen.