Eigentliches Thema war die Stadtentwicklung in Bad Freienwalde. Jutta Lieske hatte die Ministerin zu einem Spaziergang durch die Innenstadt eingeladen. Dem schlossen sich Rainer Texdorf, stellvertretender Bürgermeister und Fachbereichsleiter für Stadtentwicklung und Tiefbau, sowie Christian Nörtemann, Fachbereichsleiter für Hochbau an.
An der ersten Station der vieldiskutierten Brücke riet die Ministerin der Stadt, sich möglichst schnell für eine der Varianten zu entscheiden. "Politisch kann ich der Stadt nur sagen, sie muss weg", begrüßte Kathrin Schneider die Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Damit habe es die Stadt langfristig in der Hand, die Kurstadt attraktiver zu gestalten. Wolfgang Mühlenhaupt (SPD), sachkundiger Einwohner im Kurstadtentwicklungsausschuss, scheiterte mit seinem Versuch, den Abriss erneut in Frage zu stellen. "Es gibt einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung", sagte Jutta Lieske. Sollte sie Bürgermeisterin werden, werde sie an dem Beschluss festhalten.
"Wir haben jetzt die B158 im Blick", sagte Kathrin Schneider und empfahl, weitsichtig zu denken. Schließlich müssten in Bad Freienwalde zwei Brücken erneuert werden, darunter jene über die Gleise. Die Ortsumfahrung von B 158/167 sei für 2030 angedacht. Der Grund für Verzögerungen sei, dass man sich in Land und Bund nicht einig war, ob der Ausbau der Oder-Havel-Wasserstraße in Eberswalde oder der Bau der Bundesstraße 167 Vorrang habe. Nun sei zuerst die Wasserstraße an der Reihe.
Der Stadtspaziergang führte zum alten Postgebäude, wo zurzeit der Architektenwettbewerb zur Umnutzung läuft, ins Gebäude der einstigen Autowerkstatt Spörl, zur Tourist-Information und auf den Hof des Oderlandmuseums.