Mit einem Umzug von historischer und aktueller Feuerwehrtechnik beeindruckten die Wehren am Sonnabend die Besucher des Festes in Neulietzegöricke. Ab 15 Uhr ging auf der Dorfstraße nichts mehr: Dem Spielmannszug und den beiden Brandschützern mit der historischen Schlauchhaspel folgend, zeigten die Neulietzegöricker und ihre befreundeten Wehren, wie vielfältig Feuerwehrtechnik ist, und wie sehr sie sich in den Jahren seit dem Bestehen der Ortswehr gewandelt hat. Dabei hatte die "Augenweide", wie Moderator Jens Wilke lobte, eine besonders schwierige An- und Abreise. Beide Male blieb das Prötzeler Gefährt mit 2500-Liter-Tank und Feuerlösch-Kreisel-Pumpe, den der Feuerwehrverein unterhält, liegen.
Ebenfalls eine weite Reise hatten die Brandschützer aus Wölsickendorf, Sternebeck und Stare Lysogórki, die sich neben den Feuerwehrleuten aus Altreetz, Alttrebbin und Altranft am Umzug beteiligten. Die Neulewiner zeigten stolz ihr Schlauchboot, das sie für Rettungseinsätze auf der Oder vorhalten. Nach dem Umzug standen die Fahrzeuge noch für eingehendere Betrachtungen für das Publikum zur Verfügung. Währenddessen versorgten die sieben "Powerfrauen" aus Neulietzegöricke die Festgäste auf dem Dorfplatz mit selbstgebackenen Kuchen und frischem Kaffee. Wer dagegen Kunstgenuss suchte, wurde entweder bei Hobby-Malerin Edda Goedecke fündig, die rund 30 ihrer farbenfrohen Kreationen mitgebracht hatte, oder natürlich in der frisch sanierten Kirche. Dort informierte Regina Schäfer die Besucher. So zum Beispiel Hagen Steinkurt aus Falkenberg, der in Zäckerick geboren wurde. In der Kirche interessierte sich der 87-Jährige vor allem für die Gedenktafeln und die sanierungsbedürftige Orgel.
Bei Familie Rank, die den früheren Borkenhagen-Hof mitten im Dorf bewohnen und ihn gerne zu solchen Anlässen auch einem großen Publikum zeigen, weckte der Trödelmarkt das Interesse der Besucher. Auch standen vor dem Taubenhaus eine historische Pumpe und eine Kutsche samt Wasserkübel der Altreetzer Feuerwehr.
Auf der Bühne unterhielten am Nachmittag Clown Nanü, der Spielmannszug, der Leiter der Chormiezen mitsamt Solistin, die Tanzgruppe "Lietzer Maxis", der "singende Bauer" Paul Scherhag und am Abend die Band "Coverment". Bereits am Abend zuvor gaben die "Rockenden Fünf" als rockende Vier ein gut besuchtes Konzert auf dem Festplatz im Dorf. Unter dem Motto "Wir spielen alles. Hauptsache, es rockt", wie Sänger Uwe Rosnitschek versprach, spielten sie Titel der Stones, von den Ärzten, den Toten Hosen, Udo Lindenberg, REM oder Eagle-Eye Cherry.