Bad Freienwaldes Stadtbrandmeister René Erdmann gibt sich zufrieden. Erstmals ist es gelungen, für die Ausbildung nicht nur Teilnehmer aus den eigenen Reihen beziehungsweise aus den Ortsfeuerwehren zu finden, sondern auch aus Falkenberg-Höhe. Ursprünglich hatte es für den Lehrgang zu wenig Interessenten aus Bad Freienwalde gegeben. Daraufhin habe man sich an die Amtswehrführung von Falkenberg-Höhe gewandt, berichtet René Erdmann. Und die wiederum hatte Bedarf angemeldet, so dass nunmehr 28 Jugendliche, Frauen und Männer noch einmal die Feuerwehr-Schulbank drücken.
Der Truppmann-Lehrgang ist die erste Stufe in der Feuerwehrausbildung und bildet die Basis an Feuerwehrwissen. Die Inhalte sind in der "Feuerwehrdienstvorschrift 2" festgeschrieben und gelten bundesweit einheitlich. Die Teilnehmer sind entweder gerade aus der Jugendfeuerwehr in den aktiven Dienst übernommen worden wie etwa Lisa Franz, Charlott Geyer und Leon Jagow aus Bad Freienwalde oder sind Quereinsteiger. An mehreren Wochenenden, jeweils freitags und sonnabends, müssen sie sich das nötige Wissen in Theorie und Praxis aneignen.
Insgesamt stehen 70 Stunden auf dem Plan. Ausbilder ist die Bad Freienwalder Stadtwehrführung. Und am Ende, am 6. Juni, wird es einen schriftlichen Leistungstest geben und eine abschließende praktische Übung. Bis dahin heißt es: lernen, lernen und nochmals lernen.
Die praktischen Fertigkeiten eignen sich die Teilnehmer direkt bei der Feuerwehr an. Da geht es zum Beispiel für Übungszwecke mit der tragbaren Leiter an die Oberschule "Kurt und Erna Kretschmann". Der Löscheinsatz wird im Stadtgebiet geprobt und die Einheit im Hilfeleistungseinsatz an einem verschrotteten Auto auf dem Gelände des ehemaligen KfL in Neuenhagen absolviert. Die Kosten für die Ausbildung tragen die Stadt und das Amt Falkenberg-Höhe als Träger des Brandschutzes.
"Die Zusammenarbeit ist vollkommen unkompliziert", lobt Stadtbrandmeister Erdmann. "Es läuft alles ohne große Aufregung ab."