Das Museum übernehme die Aufgabe, die Facetten des Oderbruchs zu zeigen, damit der Betrachter die Landschaft versteht, erläutert Kenneth Anders. Das Oderbruch sei ein attraktiver, offener und historisch gewachsener Kulturraum, der als größter Deutschlands zu den einzigartigen Kulturlandschaften Europas gehört. "Nennen wir es Klein-Europa", fasst Kenneth Anders im Kulturerbe-Faltblatt des Museums zusammen.
Geprägt sei das 69 Kilometer lange und sechs bis zwölf Kilometer breite Oderbruch von dem wasserwirtschaftlichen System von Schöpfwerken, Deichen, Gräben, Vorflutern, Sielen und Messpunkten. Seit dem 18. Jahrhundert sichert es die Entwässerung. Mit der Trockenlegung entstand neuer Lebensraum, in dem die Hochwassergefahr stets gegenwärtig ist. "Die Oderbrücher haben über Generationen hinweg immer wieder neue Menschen aufgenommen, sich kommunal selbst verwaltet und so eine konfliktfähige Kultur entwickelt", formuliert es Anders. Damit stehen sie für die offene Zukunft des ländlichen Raums Europas.
Die beim Museum angesiedelte Initiative Kulturerbe weist Orte aus, die unter der Dachmarke "Kulturerbe Oderbruch" die Landschaft präsentieren. Das Korbmachermuseum im 250 Jahre alten Spinnerdorf Lehmannshöfel ist die erste ausgewiesene "Kulturerbestätte". Das älteste Kolonistendorf Neulietzegöricke soll der zweite Ort sein. Dem Kulturerbe-Orte soll schon bald eine Ausstellung in Altranft gewidmet werden