Wriezen. Nach dem Antenne-Stammtisch „Abgehängt im Pendlerland?“ am Mittwochabend haben sich die Bürgermeister Karsten Ilm aus Wriezen und Ralf Lehmann aus Bad Freienwalde (beide CDU) sowie Karsten Birkholz, Amtsdirektor des Amtes Barnim-Oderbruch, noch darauf verständigt, sich nicht nur für eine Machbarkeitsstudie zur Wriezener Bahn beim Land Brandenburg stark zu machen.
Sie wollen sich zudem dafür einsetzen, dass Verbesserungen nach Berlin über Eberswalde geprüft werden. Diese seien möglicherweise schneller zu erreichen als die Reaktivierung der Wriezener Bahn über Werneuchen, erklärte Ralf Lehmann. Langfristig gehe es aber um diese Anbindung, machte er deutlich. Zur Strecke Frankfurt–Wriezen–Eberswalde war an dem Abend mehrfach im Gespräch, ob Berlin nicht auch ohne Umstieg erreicht werden kann.
Die mehrfach angeregte Trassensicherung für die Wriezener Bahn war einigen Zuhörern zu wenig. Diese sei allerdings eine wichtige Voraussetzung, sagte Bürgermeister Karsten Ilm und fügte hinzu: „Sie kann ja auch stückchenweise reaktiviert werden. Ich habe kein Problem damit, wenn sie erst einmal nur bis Tiefensee fährt.“ Wichtig sei, das Projekt anzugehen und zu verwirklichen, selbst wenn dafür mehrere Schritte notwendig sind.
Fleischermeister Burkhard Höhne hatte beim Stammtisch gefordert, dass der Landkreis für den neuen Schnellbus von Wriezen nach Strausberg mehr Werbung machen muss.